DJK Ammerthal bei 0:2-Schlappe in Bad Kötzting viel zu harmlos - Reines Kampfspiel
Alles andere als ein Spitzenteam

Dass die DJK Ammerthal in der Fußball Landesliga Mitte zum Rückrundenstart als Tabellenführer beim 1. FC Bad Kötzting angetreten ist, war an diesem Tag nicht ersichtlich. FC-Trainer Peter Gallmeier: "Wir haben gegen eine super Mannschaft gespielt, der wir durch unseren Plan die Stärken genommen haben und so gut wie nichts zuließen, ein Verdienst von meinem Team das allerdings schon seit Wochen überragende Leistungen abliefert."

Die Mannschaft von DJK-Trainer Thomas Adler blieb weit hinter den Erwartungen zurück und kassierte vor rund 500 Zuschauern im Stadion am Roten Steg völlig zurecht eine 0:2- Niederlage. Damit war Ammerthal noch gut bedient, weil DJK-Schlussmann Marcel Schumacher wieder einmal mit überragenden Paraden eine deutlich höhere Niederlage verhinderte. "Wir haben uns nicht als Spitzenteam präsentiert, der Sieg für Bad Kötzting geht vollauf in Ordnung", sagte Adler kurz und knapp nach einer deprimierenden Vorstellung.

Verdient deshalb, weil die Platzherren deutlich mehr Engagement, Leidenschaft, Laufbereitschaft und deutlich aggressiver in den Zweikämpfen agierten. Zudem den unbedingten Willen hatten, dieses Spiel unter allen Umständen zu gewinnen. Rein fußballerisch gesehen war es eher wenig berauschend, was aufgrund des holprigen Untergrund auch nicht möglich war, um mit flüssigem Kombinationsfußball und durchdachten Spielzügen zu glänzen.

Die Partie entwickelte sich zu einem reinen Kampfspiel, in dem die DJK klar das Nachsehen hatte, der FC Bad Kötzting arbeitete als Team hervorragend gegen den Ball, allen voran die Offensivreihe mit Tafat, Morina und Trantina ließen durch immense Laufarbeit kaum einen geordneten Spielaufbau der Gäste zu. Das erste Lebenszeichen seitens der DJK setzte Michael Jonczy, doch wie schon in den letzten Spielen brachte er frei stehend den Ball nicht am Torwart vorbei. Es lief die 22. Minute, als Kötzting bei einem weiten Ball über das gesamte Mittelfeld durch einen kapitalen Stellungsfehler von Dominik Mandula davon profitierte, und Johannes Aschenbrenner mit einem Traumtor den verdienten Führungstreffer erzielte.

Mit einer klasse Parade vereitelte Schumacher gegen Tafat das 2:0 (29.). Auch die Einheimischen hatten ein Gastgeschenk parat, als Nico Becker einen Querpass in die Beine gespielt bekam und auf das Tor zusteuerte, der Abschluss war bezeichnend für das gesamte Spiel der DJK, völlig harmlos.

Auch nach der Pause wurde das Ammerthaler Spiel nicht besser, es fehlte an kreativen Ideen im Mittelfeld, die Mannschaft wirkte phasenweise planlos. Anders dagegen die Elf von Trainer Peter Gallmeier, die entschlossen den Weg nach vorne suchte. Und der zweite Treffer ließ nicht lange auf sich warten, als Morina (57.) sträflich frei stehend aus kurzer Distanz den Ball in die Maschen jagte.

Erst nach diesem Tor wachten die Ammerthaler auf und versuchten das Blatt noch zu wenden, doch bis auf ein paar harmlose Abschlüssen konnte man die Kötztinger nicht in große Verlegenheit bringen. Nachdem die Platzherren zahlreiche Konter nicht verwerten konnte, hier wuchs Marcel Schumacher über sich hinaus bewahrte seine Mannschaft durch herausragende Paraden vor weitere Gegentreffern, kam mehr und mehr unverständlicherweise Hektik auf. Nach einer zirkusreifen Schauspieleinlage von Libor Tafat und einem Wortgefecht wurde FC-Trainer Peter Gallmeier vom souverän leitenden Schiedsrichter Rasani auf die Tribüne verbannt.
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