Dörfer für Zukunft fit machen

Ob alle Beteiligten nach einer Flurbereinigung oder Dorferneuerung mit dem Ergebnis zufrieden sind, steht in den Sternen. Einen Versuch ist es allemal wert, klang es als Tenor in einer Sitzung des Gemeinderats Birgland durch.

Eine Flurneuordnung und eine Dorferneuerung kommen nur dann zum Erfolg, wenn die Bevölkerung mit einbezogen wird, schlussfolgerte Baudirektor Hans-Peter Schmucker vom Amt für ländliche Entwicklung. Er erläuterte die Ziele und den Ablauf solcher Projekte.

Zum 1. Januar 2014 liefen in der Oberpfalz rund 250 Maßnahmen, die das Amt für Ländliche Entwicklung förderte, berichtete Schmucker. Dazu gehörten die Teilnehmergemeinschaften Leinhof, Matzenhof, Fürnried und Eckeltshof im Birgland. Sie sind zwischenzeitlich abgeschlossen. Schwend zählt dagegen zu den aktuellen Projekten. Ein Problem stelle die geringere staatliche Förderung dar. So sei die Summe im Vergleich zu 2000 um ein Drittel zurückgeschraubt worden.

Ländlichen Raum stärken

Flurneuordnungen zielten darauf, nicht nur bessere Bedingungen für die Landwirtschaft zu schaffen, sondern auch den Wohn-, Freizeit- und Erholungswert des ländlichen Raums zu steigern. Wasserwirtschaft und Verkehrsplanung spielten ebenfalls eine Rolle. Immer mehr Bedeutung komme dem Erhalt von Umwelt und Natur zu.

Auf freiwilliger Basis

Die Flurbereinigungsdirektion vermittle einen wertgleichen Flächentausch zwischen den Eigentümern auf freiwilliger Basis. Dabei werde versucht, die unterschiedlichen Interessen unter einen Hut zu bringen. Dies treffe auch auf regionale und überregionale Vorhaben zu. "Bei allen Maßnahmen, die der Erhaltung der Kulturlandschaft dienen, bietet das Amt für ländliche Entwicklung Service aus einer Hand an", versprach der Referent.

Vor dem Hintergrund des demografischen und des strukturellen Wandels sowie der Energiewende sollten die Dörfer und Gemeinden bis zu 2000 Einwohnern auf künftige Erfordernisse vorbereitet werden. Finanziell unterstützt würden nicht nur öffentliche, sondern auch private Maßnahmen. Das diene als kleiner Anreiz für die aktive Mitarbeit der Bevölkerung.

Am Beispiel der Gemeinde Theisseil bei Weiden erläuterte Landschaftsarchitekt Karl Spindler anschließend eine erfolgreiche Dorferneuerung. Ähnlich wie im Birgland liegen dort die Ortsteile auf einer größeren Fläche verteilt.

Zusatzkraft im Kindergarten

Auf Vorschlag der Bürgermeisterin Brigitte Bachmann stimmte das Gremium einem Antrag der katholischen Kirchenstiftung St. Vitus in Illschwang zu. Sie wollte als Kindergarten-Träger die Kosten für die Einstellung einer zusätzlichen Kraft im Jahr 2015/2016 absichern.
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