Doping

Ein Runder Tisch in Freiburg

Freiburg.(dpa) Der VfB Stuttgart, der SC Freiburg, der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) haben die Einladung der Freiburger Untersuchungskommission zu einem Runden Tisch nach den jüngsten Doping-Vorwürfen angenommen. Das bestätigten sie am Donnerstag. Die Vorsitzende des Gremiums, Letizia Paoli, hatte VfB-Präsident Bernd Wahler, SC-Präsident Fritz Keller, BDR-Chef Rudolf Scharping und DFB-Vizepräsident Rainer Koch, der auch der Anti-Doping-Kommission des DFB vorsitzt, für den 23. April nach Freiburg eingeladen.

Tags darauf will die Kommission unter der Leitung von Letizia Paoli darüber beraten, ob es womöglich doch ein Zwischengutachten zu den jüngsten Doping-Vorwürfen gibt. Der Abschlussbericht zur Doping-Vergangenheit der Uni Freiburg ist für den Herbst avisiert. Kommissionsmitglied Andreas Singler hatte Anfang März ohne Absprache mit dem Gremium einen Zwischenbericht veröffentlicht, wonach der VfB und der SCF in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren Anabolika-Doping betrieben haben sollen. Der BDR steht zudem im Verdacht, Doping mit anabolen Steroiden betrieben zu haben.

Sportpolitik

IOC zahlt Bach 225 000 Euro

Lausanne.(dpa) Das Internationale Olympische Komitee hat ein Zeichen für mehr finanzielle Transparenz gesetzt. Im Zuge seiner Reform-Agenda 2020 veröffentlichte das IOC die Aufwandsentschädigungen seiner Top-Funktionäre. Demnach erhält Präsident Thomas Bach pro Jahr einen Fixbetrag von 225 000 Euro als Kompensation für seine per Statuten ehrenamtliche Tätigkeit.

IOC-Exekutivmitglieder werden neben einer Jahrespauschale in Höhe von 7000 Dollar (etwa 6500 Euro) mit einem Tagessatz von 900 Dollar (etwa 836 Euro) bedacht, gewöhnliche IOC-Mitglieder bekommen die Hälfte - zahlbar jeweils für Sitzungstage und einen An- und Abreisetag.

"Wie alle IOC-Mitglieder ist der Präsident ein Ehrenamtlicher", heißt es in einer Erklärung von Youssoupha Ndiaye, Vorsitzender der IOC-Ethikkommission. Deshalb soll der Präsident "keine finanziellen Vorteile" durch seine Position haben, andererseits die mit seiner Funktion verbundenen Aktivitäten auch nicht aus seinen "persönlichen Ersparnissen" finanzieren. Bisher habe sich die Aufwandsentschädigung des Präsidenten an seinen verschiedenen Aktivitäten ausgerichtet. "Um mehr Transparenz zu schaffen, kommt die Aufwandsentschädigung nun aus einer Quelle", begründete Ndiaye die neue pauschale Vergütung. "Das neue Verfahren führt zu Ersparnis für das IOC und zu mehr Transparenz." Nicht eingeschlossen in den Fixbetrag von 225 000 Euro sind die Hotelkosten für Bach, wenn er sich in Lausanne aufhält.
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