Dopingvorwürfe gegen Leichtathleten

Die ARD hat nach eigenen Angaben neue Belege für Doping in der russischen und kenianischen Leichtathletik. Sie sollen in der Fernsehdokumentation "Geheimsache Doping: Im Schattenreich der Leichtathletik" an diesem Samstag (17.05 Uhr) präsentiert werden. Verdeckt aufgenommene Video- und Tonaufnahmen sollen nach Angaben des TV-Senders Sportler und Doping-Hintermänner belasten, unter ihnen die russische 800-Meter-Läuferin Anastassija Basdyrewa.

Die 23-Jährige hielt Ende Mai für einen Tag die Weltjahresbestzeit. Mit 1:58,75 Minuten war sie in der Statistik des Weltverbandes IAAF vom Freitag noch die siebtbeste Läuferin der Saison. In einem heimlich aufgenommenen Video erklärt Basdyrewa laut ARD: "Von Anabolika kriege ich harte Muskeln. Aber ich kann damit laufen. Das ist schwer, aber es geht. Du fühlst dich anders auf Anabolika." Nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur TASS soll sie während der diesjährigen Hallen-Europameisterschaften in Prag von Mitarbeitern der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) befragt worden sein.

Eine erste ARD-Reportage mit massiven Dopingvorwürfen gegen russische Leichtathleten hatte für großes Aufsehen und personelle Konsequenzen im russischen Verband gesorgt. Präsident Valentin Balachnitschew gab sein Amt nach rund 20 Jahren ab, Cheftrainer Valentin Maslakow wurde durch Juri Borsakowski ersetzt.

In Kenia sei es gelungen, dubiose Ärzte und ihre Dopingkunden beim Spritzen gefährlicher Dopingmittel zu filmen, hieß es.
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