Doppelgarage: Räte verweigern Bauantrag die Zustimmung
"Alles deutet auf ein Gewerbe hin"

Im zweiten Anlauf negativ beschieden hat der Stadtrat den Bauantrag von Paul Benning. Er hatte vor, in Apfelbach im Vorgarten der Anwesen Hauptstraße 19 und 21 eine Doppelgarage zu errichten. Diese sollte eine Grundfläche von 7 mal 6,50 Meter haben und eine Höhe von knapp fünf Meter erreichen.

Das Gremium hatte bereits in seiner Sitzung Ende September über den Bauantrag beraten, vor einer Entscheidung jedoch eine Ortsbesichtigung angesetzt. Die Nachbarunterschriften lagen zunächst vor, wurden wegen der geplanten Höhe jedoch am 16. Oktober der Stadt gegenüber zurückgezogen.

In der Diskussion über das Vorhaben erhob Franz Fuchs nicht nur deswegen Einspruch. Auch könne der Bau nicht mehr als Nebengebäude angesehen werden. Ein solches dürfe nicht mehr als 75 Kubikmeter umbauten Raum haben. Als weiteres Bauhindernis wertete er die gesetzlich geregelte Baulinie, die durch die Doppelgarage grob verletzt werde. Als "gestalterisch falsch" bezeichnete er schließlich die geplante Trapezeinblechung.

Die vorgesehene Hebebühne lasse nicht auf ein Hobby schließen, merkte er darüberhinaus an. Es bestehe vielmehr die Gefahr, dass der Neubau eine Reparaturwerkstatt aufnehmen solle. "Alles deutet auf ein Gewerbe hin, das an Abenden und an Wochenenden ausgeübt wird", mutmaßte der Verwaltungsfachmann. Seine Schlussfolgerung lautete deshalb kurz und bündig: "Das Vorhaben ist einfach nicht genehmigungsfähig." Dieser Einschätzung schlossen sich seine Stadtratskollegen ausnahmslos an.

Zustimmung fanden der Antrag von Giacomina Miccoli, die im Baugebiet "Sommerleite" ein Einfamilienhaus errichten will, und die Bauvoranfrage von Gerhard Wild. Er plant die Aufstockung des ehemaligen Postgebäudes neben der Bergkirche.
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