Doppelrunde in der Kreisliga Süd

In der Kreisliga Süd steht am Freitagabend das prestigeträchtige Derby zwischen den Sportfreunden Kondrau und dem SV Steinmühle auf dem Programm. In der vergangenen Saison gewann Steinmühle (am Ball Michael Kaiser) in Kondrau (rechts Dominik Sellner) mit 6:2. Bild: hho

Auf die Kicker der Kreisliga Süd wartet am Wochenende ein Doppelspieltag. Im Mittelpunkt steht bereits am Freitag das wie immer prestigeträchtige Derby zwischen den Sportfreunden Kondrau (10./8 Punkte) und dem SV Steinmühle (14./4). Vor allem die bisher enttäuschenden Gäste stehen unter Druck.

Tirschenreuth. (kap) Zwei wichtige Begegnungen warten auf die SpVgg Wiesau (4./16). Nach der nicht eingeplanten Niederlage gegen den FC Tirschenreuth (7./13) läuft der Bezirks-liga-Absteiger Gefahr, den Anschluss zur Spitze zu verlieren. Immerhin geht es gegen die direkten Konkurrenten VfB Arzberg (5./14) sowie SpVgg Selb 13 (2./17). Am anderen Ende der Tabelle werden wichtige Zähler vergeben. Unter anderem in der Partie TSV Konnersreuth (15./3) gegen Aufsteiger FSV Tirschenreuth (13./5) sowie SC Mähring (16./3) gegen den ATSV Tirschenreuth (11./5).

VfB Arzberg

"Wir spielen im Moment zwar nicht besonders schön, aber erfolgreich." Und das ist für Spielleiter Rainer Walter entscheidend. Für den Doppelspieltag am Freitag gegen die SpVgg Wiesau und zwei Tage später beim FC Tirschenreuth bessert sich die personelle Lage. Gegen Wiesau gilt es, deren starke Offensive in den Griff zu bekommen. Nur schwer einschätzen kann Walter den FC Tirschenreuth, dessen Leistungen zu schwankend waren. "Auf jeden Fall haben wir dort schon immer Schwierigkeiten bekommen."

SF Kondrau

Mangelhafte Chancenverwertung und zwei Unachtsamkeiten brachten die Sportfreunde um den Sieg beim FSV Tirschenreuth. "Das ist vergessen", sagt Trainer Jürgen Schmidkonz. Im Mittelpunkt steht nicht nur für ihn das Derby gegen den SV Steinmühle. "Hier ruht die Freundschaft für 90 Minuten, denn es geht für beide nicht nur ums Prestige. Das wird eine offene Begegnung." Im vergangenen Jahr setzte es übrigens eine deftige 2:6-Abfuhr, dafür wolle man sich revanchieren. Keinen Spaziergang erwartet Schmidkonz beim TSV Waldershof. "Dort war es für uns schon immer schwer zu spielen." Bis auf Christopher Ernstberger steht dem Coach der komplette Kader zur Verfügung.

TSV Konnersreuth

"Drei Punkte nach sieben Spielen entspricht nicht unseren Ansprüchen", gesteht Spielleiter Christian Werner. "Das ist einfach zu wenig." Deshalb fordert er gegen die beiden Mitkonkurrenten FSV Tirschenreuth und beim SV Steinmühle vier Zähler. Den Grund für das schwache Abschneiden sieht Werner in der katastrophalen Personalsituation. "Zur Zeit sind zwölf Spieler verletzt. Ständig ist Trainer Mario Gebhard gezwungen, zu improvisieren. So etwas habe ich schon lange nicht mehr gesehen." Nicht zu ersetzen sind in der Innenverteidigung Markus Wenisch (Karriereende) und der verletzte Tobias Wenisch. Besserung ist nicht in Sicht, denn die jungen Spieler sind noch nicht so weit. Die Anfangsformation ergibt sich von selbst.

FC Lorenzreuth

Mit großen Ambitionen ging die Mannschaft in das Kirwa-Spiel gegen Arzberg. "Umso ernüchternder war der blutleere Auftritt. Nach drei Niederlagen in Folge sollte jeder den Ernst der Lage erkannt haben", sagt Trainer Fabian Leeb. Am Doppelspieltag wird es sowohl taktische als auch personelle Umstellungen geben. Bei der noch ungeschlagenen SpVgg Selb wäre ein Punkt das richtige Signal für das wichtige Heimspiel gegen den SC Mähring. Hier zählt nur ein Sieg. Die Rückkehrer Robin und Toni Küspert, Nicolai Rahn sowie Andreas Schöffel bieten wieder mehr Alternativen. Florian Ernst ist angeschlagen, André Eckardt im Urlaub.

SC Mähring

Noch schlimmer als vergangenes Jahr ist beim SC die Personallage. "Das frustriert ungemein", sagt Spielleiter Stefan Schneider. "Trainer Pavel Plecity ist um seine Arbeit nicht zu beneiden. Die Anfangsformation stellt sich für beide Begegnungen von selbst auf." Aber Schneider will nicht lamentieren. Im Gegenteil: Er zeigt sich kämpferisch. "Da müssen wir einfach durch." Zumindest das Heimspiel gegen den Mitkonkurrenten ATSV Tirschenreuth muss unbedingt gewonnen werden. Beim FC Lorenzreuth sieht er normalerweise wenig Erfolgschancen, weiß aber auch, dass die Hausherren in einem Tief stecken. "Vielleicht können wir das nutzen?"

SV Mitterteich II

Mit den beiden Bezirksliga-Absteigern FC Rehau und TSV Thiersheim treffen die Stiftländer auf zwei Spitzenteams und heiße Anwärter auf die Meisterschaft. Vorsitzender Roland Eckert erwartet zwei schwierige Spiele, in denen sein Team so richtig gefordert sein wird. "Hier kann die Mannschaft beweisen, ob sie in der Lage ist, ganz vorne mitzuspielen. Das wird eine echte Nagelprobe." Für die Auswärtspartie in Rehau tauchen personelle Probleme auf, denn die "Erste" spielt zeitlich in Kareth. Besserung kündigt sich für die Begegnung gegen Thiersheim an.

FC Rehau

Gegen den Gast vom SV Mitterteich II erwartet Vorsitzender Oliver Höll ein schwieriges Spiel. Die Landesliga-Reserve sei stärker einzuschätzen als es ihr momentaner Tabellenplatz aussagt. Zwei Tage später geht die Reise zum ATSV Tirschenreuth, bei dem die Mannschaft sicherlich Favorit sei. "Die Hausherren sind für uns ein unbeschriebenes Blatt. Der Derbysieg gegen den FC jedoch sollte Warnung genug sein." Es fehlen nur noch drei Urlauber.

SpVgg Selb 13

Keinen Vorwurf macht Trainer Stefan Rogler seinem Team nach dem mageren 1:1 in Tirschenreuth. "Hitze und Müdigkeit nach dem Freitagspiel haben der Mannschaft doch gewaltig zugesetzt. Aber wir sind weiterhin ungeschlagen und so soll es auch bleiben." Zu Hause sind gegen den FC Lorenzreuth drei Punkte fest eingeplant. Schwieriger gestaltet sich die Partie bei der SpVgg Wiesau. "Das wird eine echte Standortbestimmung. Danach wissen wir, wohin unser Weg führt." Personelle Veränderungen gibt es nicht.

TV Selb-Plößberg

Nicht beschweren kann sich Trainer Birol Yilmaz über die derzeitige Situation. "Die Mannschaft ließ gegen Konnersreuth nur wenig zu und gewann verdient. So kann es ruhig weitergehen." Beim FC Tirschenreuth könnte Yilmaz mit einem Zähler leben, nicht aber im Heimspiel gegen Aufsteiger FSV Tirschenreuth. "Hier ist ein Sieg Pflicht." Von der Stammformation fehlen einige Spieler, was aber zumindest in der Heimpartie keine Entschuldigung sein darf.

SV Steinmühle

Mit nur vier Punkten belegt die Mannschaft einen Relegationsplatz. "Das entspricht nicht unseren Erwartungen. Es hätte schon etwas mehr sein können", ist Trainer Thorsten Meier schon etwas enttäuscht. Trotzdem bricht nach zwei Niederlagen in Folge keine Panik aus. Immerhin gibt die positive Einstellung der Mannschaft Hoffnung auf Besserung. Dem Derby bei den Sportfreunden Kondrau und dem Heimspiel gegen den TSV Konnersreuth misst Meier richtungsweisende Bedeutung zu. "Danach sehen wir, wohin unser Weg führt." Er kann auf den kompletten Kader zurückgreifen.

TSV Thiersheim

"Das ziehen wir jetzt mit zwei Siegen durch", lautet kurz und bündig die Zielsetzung von Vorsitzendem Karl-Peter Mötsch. Ohne dem Gast vom TSV Waldershof zu nahe zu treten, dürfte dieser kaum in der Lage sein, die zu Hause ungeschlagenen Thiersheimer zu gefährden. Schwer dagegen tat sich seine Mannschaft schon immer gegen den SV Mitterteich II. "Es ist an der Zeit, dort endlich etwas Zählbares einzufahren." Personalsorgen gibt es keine.

ATSV Tirschenreuth

Nach dem respektablen 1:1 gegen die SpVgg Selb geht die Mannschaft gestärkt in das so wichtige Duell beim Mitkonkurrenten SC Mähring. "Danach wird sich zeigen, wohin unser Weg führt", sagt Trainer Markus Schaumberger. Hier fordert er ohne Wenn und Aber drei Punkte, egal wie. Als ein Bonusspiel mit Extrapunkten sieht er die Heimpartie gegen den FC Rehau. "Gegen vordere Teams, wie zuletzt Wiesau oder Selb, haben wir immer gut ausgesehen. Warum nicht auch diesmal?" Am Freitag fehlen Lorenz und König, zwei Tage später kommen einige Ausfälle dazu.

FSV Tirschenreuth

Auch wenn die Mannschaft nach zweimaligem Rückstand gegen Kondrau Moral bewies, ist ein Zähler auf eigenem Gelände für Trainer Jürgen Ströll einfach zu wenig. Zwei Mal geht sein Team auf Reisen. Zunächst wartet der TSV Konnersreuth, der momentan zu den Mitkonkurrenten zählt. "Vielleicht gelingt es uns, die Schwächephase der Hausherren zu nutzen", liebäugelt Jürgen Ströll wenigstens mit einem Punkt. Nicht wegen des kleinen und engen Platzes sieht er beim TV Selb-Plößberg nur geringe Erfolgschancen. Sorgen bereitet ihm auch der enorm starke Ergün Aydinli. "Auf ihn müssen wir höllisch aufpassen. Der ist in der Lage, ein Spiel alleine zu entscheiden." Bis auf Rotsünder Michael Weiß steht der komplette Kader zur Verfügung.

FC Tirschenreuth

Taktisch klug eingestellt, holte sich die Mannschaft einen 3:1-Sieg in Wiesau. "Nun gilt es nachzulegen", fordert Spielleiter Thomas Schramm. "In den zwei Heimspielen wollen wir die Gunst der Stunde nutzen und zwei Mitkonkurrenten auf Distanz halten. Sollte es uns gelingen, an die Leistung von Wiesau anzuknüpfen, sehe ich gegen den TV Selb-Plößberg und VfB Arzberg berechtigte Erfolgschancen. Sechs Punkte wären optimal. Aber Fußball ist kein Wunschkonzert." Die Personallage für die hohe Zielsetzung ist gut.

TSV Waldershof

In nur fünf Minuten gab die Mannschaft eine 5:3-Führung aus der Hand. "Trotzdem stimmt mich das Spiel gegen Rehau positiv", sagt Trainer Markus Kremser. "Wir können mit jedem Gegner mithalten." Ob es auch beim TSV Thiersheim zu einem Erfolgserlebnis reicht, ist eher unwahrscheinlich. Es fehlen fünf Akteure, deshalb versucht man, wenigstens nicht unter die Räder zu kommen. Besserung ist für Sonntag gegen die SF Kondrau in Sicht. Dieses Spiel gibt für Kremser den Trend der kommenden Wochen vor. "Spiele gegen Kondrau waren schon immer heiß umkämpft. Entscheidend wird es sein, wie die Mannschaft mit der Doppelbelastung zurechtkommt."

SpVgg Wiesau

"Gegen keinen übermächtigen FC Tirschenreuth haben wir durch zwei individuelle Fehler fahrlässig wichtige Zähler verschenkt", ärgert sich Trainer Markus Pappenberger noch immer. Nun will er beim VfB Arzberg und gegen die SpVgg Selb eine Trotzreaktion sehen. "Arzberg ist ein schwieriger Gegner. Dort wäre ich mit einer Punkteteilung einverstanden." Auf eigenem Gelände dagegen zählt nur ein Sieg, auch wenn der Gegner SpVgg Selb heißt. Hollmann und Göybulak kehren zurück, es fehlen die Urlauber Gül und Bartl.
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