Doppelter Jubel nach Derbysieg

Der SV 08 Auerbach ist für das Gipfeltreffen in der Handball-Bayernliga gerüstet. Der Spitzenreiter bezwingt den Tabellendritten HaSpo Bayreuth, während Hauptkonkurrent DJK Waldbüttelbrunn die Generalprobe verpatzt.

Nach dem letztlich nie gefährdeten 31:26-Derbysieg gegen Bayreuth sind die Auerbacher einziges Team ohne Punktverlust (20:0) und können nun mit weniger Druck zum Spitzenspiel am Samstag, 22. November, bei der DJK Waldbüttelbrunn fahren. Die musste beim 30:37 gegen den TSV Unterhaching ihre erste Saisonniederlage hinnehmen.

"Wir hatten uns einiges vorgenommen, auch wenn dies nicht das Spiel war, das wir unbedingt gewinnen mussten. Leider konnten wir davon in der ersten Hälfte überhaupt nichts umsetzen", sagte Bayreuths Matthias Bracher. So lief das Spiel fast während der gesamten ersten Halbzeit vollkommen an den Oberfranken vorbei, die nach einer Viertelstunde mit 6:16 zurücklagen.

Auerbach war in allen Belangen deutlich überlegen. Die Abwehr war von Beginn an hellwach, arbeitete aggressiv und ließ den Gästen kaum Gelegenheiten, sich in Szene zu setzen. Hier tat sich auch Kenny Schramm hervor, der sich mit Marius Hümpfer immer wieder intensive Duelle lieferte. Tat sich dann doch einmal eine Möglichkeit für die Gäste auf, dann vereitelte diese ein erneut blendend aufgelegter Philipp Walzik. Zudem setzte sich Kenny Schramm ein ums andere Mal geschickt durch und verwandelte jeden seiner Würfe. Bayreuths Kreisläufer Sebastian Schmidt war bei Tobias Wannenmacher in guten Händen und auch die üblicherweise starken Halbspieler Marius Hümpfer und Michael Neumaier konnten kaum Akzente setzen. Dass Wannenmacher auch die Offensive der Gastgeber mit viel Übersicht lenkte, führte letztlich dazu, dass Matthias Bracher ihn durch Manndeckung aus dem Spiel zu nehmen versuchte. Dies wiederum ermöglichte es Matthias Schnödt, die Spielführung zu übernehmen. Als Walzik kurz vor der Pause einen Strafwurf entschärfte, war die sowieso schon sehr gute Stimmung in der Halle auf einem Höhepunkt angelangt (Halbzeitstand 19:9).

Die zweite Hälfte lief zunächst im gleichen Schema weiter. Die Auerbacher dominierten das Spiel, auch wenn einige Akteure schon früh eine Pause bekamen. Die Gäste spielten nun aber konsequenter in der Abwehr. Offenbar hatten sie sich ein Beispiel an Peter Abel genommen, der als Einziger auch in den ersten 30 Minuten eine gewisse Aggressivität an den Tag gelegt hatte. Auerbach hielt den Vorsprung bis zur 40. Minute bei konstant zehn Toren (25:15), brachte sich dann jedoch durch intensives Wechseln selbst etwas aus dem Spielfluss. Kläglich vergebene Großchancen und leichtsinnige Fehler waren die Folge. Bayreuth nutzte diese geschickt und verkürzte den Rückstand Schritt für Schritt. Die letzten Minuten waren gekennzeichnet von einer gewissen Hektik von beiden Seiten, einem vergebenen Strafwurf von Maximilian Lux, überhastete Aktionen und einigen guten Paraden der beiden Torhüter. Der Applaus der Zuschauer war kaum beendet, als das Ergebnis von Waldbüttelbrunn für erneuten Jubel bei den Auerbacher Fans sorgte.

SV 08 Auerbach: Tor: Walzik, M. Müller. Feld: Tannenberger, Weiss (1), Lux (11/8), Wannenmacher (2), Schnödt (1), Herold, Schmidtke (2), Schramm (7), Wolf (6), Schöttner (1).
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