Dorfgemeinschaft will selbst bauen, soll aber warten
Strom ja, aber nur aus professioneller Hand

Königstein möchte bei der Betreuung seiner Asylbewerber mit dem Helferkreis aus Auerbach zusammenarbeiten. Außerdem sucht die Gemeinde derzeit eine geeignete Person, die sich ein bis zwei Mal die Woche ehrenamtlich um die Menschen und ihre Anliegen kümmert. Auch das war Thema der jüngsten Marktratssitzung, die sich aber mit vielen weiteren Tagesordnungspunkten befasste.

So teilte zum Beispiel der Zweckverband Nahverkehr Amberg-Sulzbach (ZNAS) mit, dass sich die Busfahrpläne für die Linie 57 ändern. Die Fahrt von Sulzbach nach Edelsfeld um 15.18 Uhr wird nun nach Königstein verlängert, wo sie um 15.58 Uhr endet. Zuvor mussten die Königsteiner Schüler von ihren Eltern in Edelsfeld abgeholt werden. Auch an Ferientagen gibt es diese Tour; sie beginnt ab dem Luitpoldplatz. Neu hinzu kommt die wochentägliche Fahrt von Königstein ab 16 Uhr nach Sulzbach-Rosenberg.

Bücherei und Bayrisch-Irish

Dritter Bürgermeister Richard Pesold berichtete vom Büchereitreffen in Hirschau. Dort wurde ein 15-Punkte-Katalog vorgestellt, in dem 12 Anforderungen formuliert sind. Die Königsteiner Bibliothek habe sie alle erfüllt. "Nur wäre es schön, wenn es eine Beschilderung zur Bücherei gäbe", regte Pesold an. Bürgermeister Hans Koch hatte zumindest am Rathaus selbst Bedenken, da es unter Denkmalschutz stehe und an seinen Mauern keine Tafeln erlaubt seien.

Wie das Gremium ferner erfuhr, wurde das ehemalige Gasthaus Bayrisch-Irish verkauft - der neue Besitzer wolle nun die renovierungsbedürftige Fassade erneuern. Er müsse das mit dem Landesamt für Denkmalpflege absprechen, betonte der Bürgermeister.

Breitbandausbau als Lösung

Nach seiner Auskunft stellte die Dorfgemeinschaft Gaißach den Antrag, eine Stromleitung zum Waaghäuschen ziehen zu können. Anfallende Kosten und die Ausführung der Maßnahme würde die Dorfgemeinschaft selbst übernehmen. Hans Koch wandte ein, dass eine Öffnung der Straßenfläche und die Verdichtung mit Mineralbeton und Kalt-Teer zu einer starken Beschädigung der Fahrbahn führen würden.

Dem Antrag könne nur zugestimmt werden, wenn die Stromleitung fachgerecht verlegt werde. Vielleicht besteht im Zuge der Breitbandversorgung die Möglichkeit, dem Wunsch der Dorfgemeinschaft nachzukommen, kündigte Koch an.
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