Dorfladen bleibt im Gespräch

Architekt Joachim Schmitz-Klopf präsentierte seine Vorstellungen. Bild: heg

Das städtebauliche Entwicklungskonzept erstreckt sich auch auf die Ortsteile. In Fischbach ist die Nahversorgung das Hauptproblem, stellte sich bei einer Informationsveranstaltung heraus.

Gut besucht war die Informationsveranstaltung der Stadt zum Thema Integriertes Städtebauliches Entwicklungs- Konzept (ISEK) im Gasthaus Roidl. Auf vielfachem Wunsch lud Bürgermeister Karl Bley den Stadtplanungsarchitekten Joachim Schmitz-Klopf zu einer Informationsveranstaltung nach Fischbach ein, um die Bürger in die Planungen der Altgemeinde Fischbach betreffend mit einzubinden.

Aus fast allen Ortsteilen waren Interessenten gekommen und informierten sich über das Konzept des Architekten, wie eine nachhaltige Entwicklung des Fischbacher Ortskerns aussehen könnte. Vorangegangen waren auch Befragungen, an denen sich Bürger beteiligten, um Stärken und Schwächen in Nittenau und seinen Ortsteilen herauszufiltern. Fischbach habe mit Schwächen in der Nahversorgung zu kämpfen und es gebe Defizite im öffentlichen Nahverkehr zum Leidwesen vor allem der älteren Bevölkerungsanteile, so die Vorhalte. Eine Versorgung mit Großhandelskonzepten schloss Schmitz-Klopf aus, aber mit Kleinflächenkonzepten wie einem Dorfladen könne er sich eine gute Grundversorgung vorstellen.

Das Schreiner-Haus

Im Bereich des Gutshofes und in Dorfmitte sieht der Architekt viele Möglichkeiten zur attraktiven Gestaltung. Mit dem Schreiner-Haus müsse etwas passieren, es dürfe aber nicht an dieser Stelle als Ensembleteil verschwinden. Denkbar wäre auf Nachfrage eines Bürgers, dass man für das Schreiner-Haus, falls sich aufgrund der Bausubstanz eine Sanierung nicht mehr lohne, an gleicher Stelle Ersatz schaffen könnte. Auch fehle es in Fischbach an Flächen für Gewerbegebiete, man könne aber kleineres Gewerbe im Gutshof integrieren, so Stadtrat Johann Frimberger.

Für einen Genossenschaftsladen wäre das Schreiner-Haus der ideale Platz. Ebenfalls müsse bei der Planung ein Konzept für junge Familien berücksichtigt werden. Frimberger wünschte sich ebenfalls eine Gehwegverbindung vom Ökonomiehof in Richtung Kindergarten, den es in früheren Zeiten wohl schon mal gegeben habe. Bürgermeister Karl Bley gab zu bedenken, dass es für ein Gewerbegebiet die Unterstützung des Stadtrates bedürfe und man auch nicht Eigentümer des Ökonomiehofes sei. Zum Thema Nahversorgung erinnerte Bley an einen vergeblichen Anlauf. Die Bevölkerung müsse es auch wollen.
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