Dorfladen ist erwachsen

Vorsitzende Christa Forster öffnet den Dorfladen und verkauft dort auch: Die Bewohner des Ortes bekommen hier alles, was sie brauchen - und das schon seit 20 Jahren. Bild: aun

Gestern hatte der Dorfladen Utzenhofen 20. Geburtstag. Er schloss einst eine Lücke: Fast alle Dorfbewohner hatten die Schließung des letzten Lebensmittelgeschäftes im Ort als großen Verlust empfunden.

Mit der Flurbereinigung Utzenhofen einher ging seit 1987 auch die Dorferneuerung. In diesem Zusammenhang liefen damals verschiedene Bevölkerungs-Befragungen, die den fehlenden Nahversorger zum Thema machten.

1991 wurde zusammen mit dem Amt für Landwirtschaft ein Konzept für einen Dorfladen erarbeitet. Dann wurde für dieses Projekt ein eigener Arbeitskreis (AK) gegründet: Er sollte das Konzept in die Tat umsetzen. Im Sommer 1992 organisierte der AK eine Info-Fahrt nach Hessen zur Besichtigung zweier von Dorfgemeinschaften getragener Lebensmittelgeschäfte. Der Markt Kastl erwarb 1992 das leerstehende Anwesen von der Familie Wittmann und schaffte so die räumlichen Voraussetzungen für den eigenen Dorfladen.

Nach einer Beratung durch den Juristen des Bayerischen Bauernverbands wurde als Rechtsform für den Betreiber eine "GdbRmbH" gewählt. Im Juli 1993 war deren Gründungsversammlung. 100 Bewohner von Utzenhofen und seinen Nachbarorten zeichneten 110 Geschäftsanteile, damals zu je 250 Mark.

Die Planungen für den Umbau war im Winter 1993/1964 Sache des Architekturbüros Stepper & Brummer, zusammen mit dem Dorfladen und dem Markt Kastl. Die Bauarbeiten wurden im Herbst 1994 mit Kosten (Erwerb und Sanierung) von 655 000 Mark abgeschlossen.
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