Dorschensuppe für die Senioren
Kirchliches Brauchtum

Auch der Pfarrgemeinderat hatte zum Fastenessen eingeladen. Das Angebot nahmen viele Kastler an. Bild: hfz
Kastl. (jp/hfz) Welche Bedeutung hat die Fastenzeit heute noch? Wie gelingt es, durch Verzicht den Blick auf das Wesentliche zu richten? Diese Fragen stellen sich auch die Gläubigen in Kastl. Der Pfarrgemeinderat hatte in das Jugendheim zum Fastenessen eingeladen. Die Teilnehmer verzichten dabei auf ein üppiges Mahl und geben sich stattdessen mit einer einfachen Suppe zufrieden.

Mit Unterstützung des Frauenbundes und der Kolpingfamilie gaben die Helfer 120 Portionen Eintopf zum Preis von je drei Euro aus. So kam ein Erlös von 370 Euro zusammen, der nun an Fastenaktion Misereor weitergeleitet wird. Im Vorfeld gab es einen Familiengottesdienst zum Misereor-Thema "Neu denken - Veränderung wagen". In diesem Jahr sind die Philippinen das Beispielland der Aktion. Die Texte trugen Kinder und Jugendliche vor.

Auch im Kastler Seniorenheim stand eine Fastensuppe auf dem Speiseplan. Das Pflegepersonal verstand es vorzüglich, mit verschiedenen Gemüsen, Kräutern und anderen Zutaten eine schmackhafte Suppe zuzubereiten. Alltagsbetreuerin Hedwig Öchsl hatte wieder tief in ihre Spezialitätenkiste gegriffen und das Rezept einer Dorschensuppe hervorgezaubert, die aus Rüben und verschiedenen Gemüsewürfelchen besteht. Auch Bürgermeister Stefan Braun ließ es sich nicht nehmen, am Fastensuppenessen teilzunehmen.

Heimleiterin Monika Breunig bedankte sich bei der Köchin für die Fastenspeise und betonte, dass die Aktion gleich zwei positive Aspekte beinhalte: "Wir sorgen dafür, dass das Fastensuppenessen nicht in Vergessenheit gerät und wir lockern gleichzeitig den Alltag der Heimbewohner auf."
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