Dr. Almuth Fischer referiert über Erkrankungen im Säuglings- und Kleinkindalter
Lieber einmal zu oft zum Arzt

Dr. Almuth Fischer. Bild: rgr
Grafenwöhr. (rgr) Junge und werdende Eltern waren ins Mehrgenerationenhaus gekommen, um Dr. Almuth Fischers Vortrag zu hören. Die Funktionsoberärztin der Weidener Kinderklinik Weiden sprach dort über Kinderkrankheiten, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten.

Fischer riet, lieber einmal zu oft als zu wenig zum Arzt zu gehen. Für Laien sei es bei Kindern schwer zu deuten, ob Fieber nur das Anzeigen eines Infekts oder einer Hirnhautentzündung sei. "Gerade in den ersten vier Wochen ist bei einer Temperatur über 38 Grad Vorsicht geboten." Dann sollten Eltern nicht bis zum Morgen warten, sonden lieber sofort einen Arzt rufen.

Bei niedrigerem Fieber sind die Begleitumstände wichtig: Wenn das Kind isst und trinkt, sind fiebersenkenden Mittel nicht nötig. Bei Schnupfen sind Kochsalznasentropfen und für die Nacht Nasentropfen gegen Schwellungen ratsam. "Medikamente lassen sich gut im Kühlschrank aufbewahren." Duftstoffe oder ätherische Öle sind nicht geeignet. Bei Husten sei Flüssigkeitszufuhr das A und O. Auch frische, kühle Luft helfe. Deshalb sollten bei Husten Spaziergänge nicht eingestellt werden. Frische Luft beruhige die Schleimhäute.

Fischer ging weiter auf Ohrenschmerzen, Koliken, Verstopfung und Durchfall ein. Mit Bildern half sie, Masern, Scharlach, Röteln und Windpocken zu erkennen und einzuordnen. Norbert Meister von der Koordinierten Kinderschutzstelle (Koki) des Landratsamtes dankte der Referentin für den zwei Stunden dauernden Vortrag.
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