Dr. Bernhard Betz lässt seine Bären ein unterhaltsames Doppelspiel treiben
Hauptakteure an seidenen Fäden

Nach dem eigentlichen Bärentheater erläuterte Dr. Bernhard Betz (links) anschaulich die Spieltechnik mit seinen Figuren. Gisela Herbst-Schötz (rechts) vom Frauenkreis Birgland ließ bei einer Spielszene geschickt ihren Bärnie lebendig werden. Bild: hfz
Nicht alle Tage kann man ein "offenes Marionettenspiel" bewundern. Diesem Hobby hat sich Dr. Bernhard Betz aus Götzendorf als Ruheständler verschrieben. Mit dem Bühnenstück "Doppelspiel" zielte er auf erwachsenes Publikum - in diesem Fall den Frauenkreis Birgland. Gisela Herbst-Schötz begrüßte Betz dazu im Gemeindehaus Schwend.

Die fünf Bären - Bärnie, Bärenhart, Bärika, BärNer und Albärta - schlüpften in die Rolle von zehn Persönlichkeiten. Es ist ein kabarettistisches Programm, das tiefe Einblicke in die Bärenpsychologie gewährt. Jeder Zuschauer glaubt, den Figuren im richtigen Leben schon einmal begegnet zu sein. Doch der kleine Hund Ylva folgt den Spuren der Bären und vertreibt allzu viel Nachdenklichkeit.

Alle fünf Inszenierungen von Betz sind komplette Eigengewächse. Tatkräftig unterstützt wird er von seiner Frau Liesel, die vor allem für die Regie verantwortlich ist. Die Figuren führt er alleine. "Der wesentliche Unterschied zum klassischen Marionettentheater ist", so Betz, "die Figuren sind größer, der Hintergrund ist schwarz, der Spieler steht mitten drin und es wird mit einem stehenden Spielkreuz jongliert, das die Figuren lebendiger und beweglicher macht." Dass sie erfolgreich sind, bewiesen Betz und seine Bären mit dem Stück "Bärenfaust", das 2013 in Bochum den 1. Preis für Amateurgruppenbühnen erhielt.
Weitere Beiträge zu den Themen: Schwend (670)Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.