Dr. Holger Eggers referiert über Gelenke
Operation als letzter Ausweg

Dr. Holger Eggers schaute bei seinem Vortrag auf moderne Technik, neue Materialien und auf das Wohlfühlkrankenhaus Kemnath. Bild: bkr
Kulmain. (bkr) 90 Prozent der Gelenkprobleme sind auf Beruf und erbliche Belastung zurückzuführen. Wann ist es sinnvoll an ein künstliches Gelenk zu denken? Diese Frage warf das Bildungswerk des Bayerischen Bauernverbands bei einer Informationsveranstaltung im Sportheim auf. Ella Kastner, Vorsitzende der Landfrauen, hieß neben 28 Zuhörern Dr. Holger Eggers vom Med-Center Bayreuth willkommen.

Er begann mit den Ursachen für den Verschleiß der Knie- und Hüftgelenke. Neben Beruf und Erbkrankheit tragen autoimmune Angriffe des Körpers auf Knorpel, altersbedingte Schäden, Unfälle oder Sportverletzungen zu den Schäden bei. Der chirurgische Eingriff ist laut Eggers das letzte Mittel. Konservative Behandlungsmethoden sollten zuerst ausgenutzt werden. Dem Satz: "Wer Arthrose hat, soll sich schonen", erteilte er eine klare Absage. "Gerade das Gegenteil ist richtig." Der Facharzt empfahl Sport, Bewegung oder Akupunktur. Salben könnten nur lindern, Tabletten und Tropfen möglicherweise Organe wie die Niere schädigen. Erst dann, wenn die konservativen Behandlungsmethoden ausgereizt seien, komme die operative Behandlung ins Spiel.

Anhand von Mustern zeigte er schonende Operationstechniken auf. Sie erlaubten dem Patienten noch am Tage des Eingriffs erste Steh- und Gehversuche. Eggers betonte, überaus glücklich zu sein, in Kemnath operieren zu dürfen. Die Angst vor Keimen, wie in großen Häusern, bestehe nicht im zertifizierten Endoprothesezentrum, weil die Station ausnahmslos mit orthopädischen Patienten belegt ist. Kemnath verwendet keine Implantate mit niedriger Qualität. Viel Lob verdient nach seinen Worten die Betreuung der Patienten durch das Personal. "Kemnath ist einfach spitze", fasste er zusammen. Sein lobendes Statement bestätigten Zuhörer, die in Kemnath künstliche Gelenke erhielten und das Haus zufrieden verließen.
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