Dramatische Schlussphase

Der Torwart wäre fast zum Matchwinner geworden. Martin Strejc glich 15 Sekunden vor Schluss zum 33:33 aus. Allerdings reichte es dann doch nicht für die Handballherren der HSG Nabburg/Schwarzenfeld.

Nabburg. (kum) Am Ende standen die HSG-Herren nach einer temporeichen Partie und turbulenten Schlusssekunden mit leeren Händen da, während die Herzogenauracher ihren 34:33-Heimerfolg bejubelten.

Gleich zu Beginn starteten beide Mannschaften ihr Offensivspiel, wobei nahezu jeder Angriff mit einem Torerfolg endete. HSG-Trainer Daniel Kessler hatte vor Anpfiff vor dem wurfgewaltigen, körperlich überlegenen Rückraum gewarnt. Vorne wollte man nach dem schwachen Angriffsspiel in der Vorwoche gegen Hemau ein anderes Gesicht präsentieren, was erfreulicherweise über das komplette Spiel hinweg gelang. Dank sehenswerter Spielzüge, gut ausgespielter Passfolgen und verbesserter Quote beim Torwurf, setzten sich die HSGler Mitte der ersten Halbzeit auf 9:6 ab.

Prompte Antwort

Die Antwort der Franken ließ aber nicht lange auf sich warten. Unterstützt durch Unkonzentriertheiten und technische Fehler der HSG warfen die Gastgeber fünf Tore in Folge zum 14:12-Führungswechsel. Beim Stand von 16:16 wurden die Seiten gewechselt. Im zweiten Abschnitt ging das Offensivspektakel so weiter, wie es im ersten aufgehört hatte. Hinzu kamen intensiv geführte Zweikämpfe und harte Körpereinsätze. Zwölf Zeitstrafen und zwei Rote Karten belegen dies. Meist legten die Franken mit einem Tor vor und die HSGler zogen nach. So entwickelte sich über 19:19 und 27:27 ein echter Handballkrimi.

Nur selten hatte die HSG-Abwehr gegen die Herzogenauracher eine Antwort parat und konnte die harten Rückraumwürfe und geschickten Kreisanspiele der Gastgeber verhindern. Der passende Gegenzug dagegen gelang vor allem über Linkshänder Sebastian Blödt mit sehenswerten Treffern. Dies ermöglichte eine verrückte Schlussphase mit bitterem Ende für die HSG-Herren. Trainer Kessler beorderte in einer Auszeit 15 Sekunden vor Schluss (man lag mit einem Tor hinten) Torwart Martin Strejc mit in den Angriff.

Tatsächlich bekam dieser das Anspiel, welches er in Kreisläufermanier zum 33:33 verwandelte. Mit dem Schlusspfiff aber sicherten sich die Gastgeber beide Zähler. Ein Distanzwurf wurde noch abgefälscht und der zurückeilende Strejc konnte den Treffer nicht mehr verhindertn.

Fazit des Trainers: "Wir hätten sicherlich einen Punkt verdient gehabt. Dazu hätten wir die Überzahlsituationen aber besser ausnutzen müssen und in der Abwehr nicht so passiv stehen dürfen. Alles in allem bin ich aber sehr zufrieden mit meinen Jungs."

HSG: Blödt 11, Kiener 7/2, Forster 6, Fenchl 3, Held, Zeißner je 2, Schanderl, Strejic je 1
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