Drei Gründerinnen feiern mit

Margaretha Fraunholz feierte als ältestes Mitglied mit. Nur für das Erinnerungsfoto spielten die Beine nicht mehr mit.

Ein großes Jubiläum feierte der Katholische Frauenbund eher klein. Zum 60-jährigen Bestehen gab es nach einem Gottesdienst eine Rückschau in geselliger Runde.

Die Festmesse zelebrierten Diözesanbeirat und Festprediger Pater Jakob Seitz vom Kloster Windberg und Beirat Pfarrer Sven Grillmeier. Die beiden zeichneten im Gottesdienst verdiente Mitglieder aus. Mit Berta Etterer (91), Katharina Pittner (88) und Margaretha Fraunholz (92) waren drei Gründerinnen darunter. Mit Seitz und Grillmeier heftete ihnen Vorsitzende Gertrud Zetlmeisl die Ehrennadel in Gold mit Stein an. Für 50 Jahre erhielt Käthe Kunz die Goldene Ehrennadel. Die Silberne Ehrennadel für 30 Jahre ging an Crescentia Hößl und Renate Würfl. 25 Jahre im Verein sind Gabriele Bäß, Elvira Maier und Gertrud Zetlmeisl, 20 Jahre dabei sind Evi Bayer, Anita Diepold, Angelika Heier, Maria Horn, Maria Moller, Ida Rau, Elisabeth Schmid und Margarethe Zetlmeisl. Sie erhielten eine Rose und ein Geschenk.

Herzlichen Dank

Zuvor hatte Diözesanbeirat Seitz in der Predigt betont, dass hinter 60 Jahren viel Arbeit und Engagement stecken. "Herzlichen Dank, dass Sie eine lebendige Gemeinde bilden, ein wichtiger und unverzichtbarer Stein sind im Haus der Kirche." Seitz fragte aber auch nach: "Wen heißen wir in unserer Kirche, wen heißen Sie in Ihrem Frauenbund willkommen?"

"Wie viele sind schon durch das Kirchenrecht von der Gemeinschaft der Gläubigen ausgeschlossen, etwa Geschiedene, die wieder heiraten - ganz zu schweigen von der ablehnenden Haltung der Gläubigen selber, die nicht jeden als ,zugehörig' akzeptieren." Der Festprediger wünschte sich, dass die Bischofssynode in Rom Wege findet, um auch die willkommen zu heißen, die sich ausgegrenzt fühlen. Aber Rom allein reiche nicht. Es brauche auch in den Gemeinden Mut, Menschen anzusprechen und sie zu ermutigen.

"Systemrelevant"

Nach dem Mittagessen ließ Pastoralreferent Robert Schultes mit einer Präsentation 60 Jahre Frauenbund auch bildlich Revue passieren. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Thomas Horn bezeichnete in seinem Grußwort das Jubiläum als nicht alltäglich. Der Frauenbund sei "systemrelevant in Kirchenlaibach". Sechs Jahrzehnte habe dieser das Leben vor Ort mitgestaltet. Besonderer Dank galt Gertrud Zetlmeisl, die seit 18 Jahren an der Spitze stehe und mit großem Engagement vorangehe. "Solche Vorbilder brauchen wir in Kirchenlaibach", so Horn. Namens des Pfarrgemeinderats und der Kirchenverwaltung überreichte er eine kleine Geldspende.
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