Drei herrliche Nedbaly-Treffer

Frantisek Nedbaly (rechts) glänzte beim 4:0-Sieg des SV Mitterteich gegen den SC Regensburg wie in seinen besten Tagen. Auf sein Konto gingen zwei blitzsaubere Kopfballtreffer und ein Tor per Flachschuss. Links der Regensburger Patrick Mathes. Bild: Cyris

Das 4:0 gegen Schlusslicht SC Regensburg ist der 13. Saisonsieg des SV Mitterteich. Mit diesem Dreier klettern die Stiftländer in der Landesliga Mitte auf Rang sieben und können ihr Saisonziel von 50 Zählern durchaus schaffen. "Mann des Tages" war "Oldie" Frantisek Nedbaly, der drei Mal ins Schwarze traf.

Mitterteich. (cy) Die Partie begann so richtig nach dem Geschmack der Zuschauer. Hösl schlug einen Eckball in den Strafraum, Nedbaly stieg hoch und wuchtete das Leder mit Wucht unter die Latte. Gespielt waren zu diesem Zeitpunkt gerade mal 240 Sekunden. Aufgrund der schnellen Führung deutete sich ein Kantersieg der Hausherren über das Schlusslicht an, dem war aber nicht so. Die Gäste waren gar nicht darauf aus, das Ergebnis in Grenzen zu halten, sondern spielten munter und mutig mit.

Gefährliche Kopfbälle

Der SV Mitterteich baute zwar sicher auf, aber sein Spiel geriet plötzlich ins Stocken. Nach 18 Minuten hämmerte Steinbauer den Ball über die Latte und danach hatten die Einheimischen jede Menge Dusel. Dorkic servierte, Steinbauer schraubte sich in die Höhe und wuchtete den Ball völlig frei stehend an den Pfosten. Kopfbälle waren an diesem Abend das Salz in der Suppe. Bei den Schlecht-Schützlingen herrschte nach dieser Szene helle Aufregung, es gab einen kleinen Bruch in ihren Aktionen. Beiderseits waren anschließend Mittelfeldpassagen, Ballverluste und eine stockende Offensive zu beobachten.

Erst in der Endphase der ersten Halbzeit setzten die Hausherren wieder Glanzpunkte. Einen Schuss von Männl lenkte Steinbauer mit dem Kopf zur Ecke und diese hatte Folgen für Regensburg. Männl sandte das Spielgerät in den Strafraum, Nedbaly schraubte sich erneut in die Höhe und das 2:0 war perfekt. Kurz vor dem Seitenwechsel drosch Mathes den Ball nach einem abgewehrten Freistoß aufs Gehäuse von Scharnagl, er hatte sein Visier aber nicht richtig eingestellt.

Dürbeck verletzt raus

Die Platzherren machten nach der Pause wieder Druck, der Sport-Club hatte Probleme und kassierte den nächsten Einschlag. Zunächst hämmerte Müller den Ball drüber und SC-Keeper Orak fischte einen Nedbaly-Schuss aus dem unteren Winkel. Danach spielte Göhlert dem SVM-Torjäger den Ball in den Lauf und dieser versenkte ihn flach im langen Eck. Was nach nichts aussah, hatte schwerwiegende Folgen. Manuel Dürbeck ging nach einem Gedränge am SC-Strafraum zu Boden und musste gegen Pirner ausgetauscht werden. Der eingewechselte Akteur war nur wenige Sekunden im Spiel und hätte bereits zu diesem Zeitpunkt berühmt werden können, er scheiterte jedoch aus spitzem Winkel an Orak. Zu diesem Zeitpunkt wagten sich die stark abstiegsbedrohten Gäste nicht mehr nach vorne.

In der Endphase erwachte Regensburg nochmals, aber mehr als ein Strohfeuer sprang nicht heraus. Nedbaly hatte in der 80. Minute seinen dritten Kopfballtreffer vor Augen, aber es sollte nicht sein. Hösl vergab wenig später akrobatisch. Kurz vor dem Schlusspfiff ein erneut herrliches Zuspiel von Hösl, Pirner stieg hoch und nickte gekonnt ein.
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