Drei Hütten brennen lichterloh

Weithin leuchtete der Feuerschein der brennenden Holzbuden. Nur durch das beherzte Eingreifen der Wehren, konnte ein großflächiger Waldbrand verhindert werden. Bild: Feuerwehr

Um 22.24 Uhr heulten Dienstagnacht in Sorghof die Sirenen. Zwei Anwohner der Auerbacherstraße hatten zeitgleich Flammen im Gehölz entdeckt und sofort die Feuerwehr alarmiert. Dort, wo im Winter die Waldweihnacht über die Bühne geht, brannten drei Buden lichterloh. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung.

Der schnellen Alarmierung und den rasch zur Brandstelle eilenden Feuerwehrkräften aus Sorghof, Vilseck, Schlicht, Sigl und Sigras war es zu verdanken, dass sich der Waldbrand nicht zu einer großen Feuersbrunst ausbreitete. Ebenso war es ein glücklicher Umstand, dass sich am Ausgangspunkt selbst kein extrem trockener Untergrund befand und überwiegend Laubbäume in der Nähe der brennenden Holzhütten standen.

War es Brandstiftung?

Die anrückende Vilsecker Wehr jedenfalls nahm schon bei der Anfahrt einen hellen Feuerschein aus dem betroffenen Waldstück wahr. Wie es in ihrem Einsatzbericht heißt, seien "aus derzeit noch ungeklärter Ursache mehrere Verkaufsbuden und der umliegende Wald in Brand geraten". Die Flammen züngelten auf einer Fläche von etwa 100 Quadratmetern.

Wie die Polizeiinspektion Auerbach auf Nachfrage erklärte, wurden Ermittlungen wegen Brandstiftung eingeleitet. Nähere Einzelheiten gab Polizeihauptmeister Ulrich Müller dazu allerdings nicht bekannt. Das Feuer zerstörte insgesamt drei Holzhütten und gut ein Dutzend Bäume. Die Schadenshöhe liege im mittleren vierstelligen Bereich, schätzte Waldbesitzer Norbert Riha.

Allein die Sorghof Wehr, deren Gerätehaus nur einen Steinwurf vom Brandort entfernt liegt, bekämpfte das Feuer mit 29 Mann. Laut Kommandant Emanuel Gonzales waren insgesamt rund 80 Feuerwehrkräfte im Einsatz. Durch den Einsatz von mehreren B- und C-Rohren, welche durch das umliegende Hydrantennetz und die Tanklöschfahrzeuge gespeist wurden, konnten die Flammen rasch unter Kontrolle gebracht werden. Weiterhin wurde die Einsatzstelle großflächig ausgeleuchtet, das umliegende Areal auf etwaige Glutnester abgesucht, diese großflächig abgelöscht und mit einer Wärmebildkamera kontrolliert. Nach eineinhalb Stunden war das Feuer endgültig unter Kontrolle. (Treffen der Vereine)
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