Drei Klassen der Freudenberger Mittelschule erkunden den Großen Arber - Umweltfreundliche ...
Mit der Gondel zum Gipfelstürmer gemacht

Drei Klassen der Freudenberger Mittelschule beteiligten sich am Projekt "Zeitung macht Schule". Vier Wochen lasen die Fünft-, Sechst- und Achtklässler täglich gratis die Amberger Zeitung. Außerdem lud sie das Bayernwerk zu einer Exkursion auf den Arber ein.

Die Hinfahrt zum mit 1456 Metern höchsten Berg im Bayerischen Wald gestaltete sich etwas stressig, da der Busfahrer wegen einer Straßensperrung einen Umweg fahren musste. Am Arber angekommen, wurden die Besucher von einem Mitarbeiter der Arber-Bergbahn namens Stefan Beywl freundlich empfangen. Er wartete mit einer Vielzahl von Informationen über den Arber auf.

Doppelte Nutzung

So bezifferte er die Kosten für eine Pistenraupe auf 280 000 Euro. Mit den Pistenmaschinen, die 400 PS haben und etwa zehn Tonnen schwer sind, verteile man im Winter den Schnee auf den Skipisten. Im Sommer nutze man eine Maschine als Mäh- und Mulchgerät. Beywl erklärte, dass für die Beschneiung im Winter bereits vor sieben Jahren eine Pumpstation gebaut wurde. Oberflächenwasser, das in einem Becken im Tal gesammelt wird, werde im Winter zu den Schneekanonen gepumpt. Sinkt die Temperatur unter drei Grad, könne das Wasser computergesteuert an die Schneemaschinen verteilt werden. Aus einem Kubikmeter Wasser können zwei Kubikmeter Schnee erzeugt werden. Eine Maschine könne einen Umkreis von bis zu sechzig Metern beschneien. Die Kosten für Maschine, so Stefan Beywl, betragen rund 30 000 Euro. Im Winter seien bis zu 50 Stück in Einsatz.

An der Talstation gab eine riesige Schautafel, die die umweltfreundliche Stromerzeugung veranschaulicht. Da der Solarstrom allein bei weitem nicht ausreicht, um die Bergbahnen und die Beschneiung im Winter zu betreiben, werde Energie aus zwei Wasserkraftwerken gewonnen. In Summe werden damit über das Jahr gesehen 60 Prozent des Strombedarfs aus regenerativen Energiequellen gedeckt.

Viele Gondeln

Ganz besonders interessant war die Gondelbahn, die auch mit Sonnenenergie betrieben wird. 44 Gondeln gibt es am Arber, davon viele Themengondeln, wie auch die bekannte Kuschelgondel. Sie können pro Stunde 200 Personen transportieren. Das ist jedoch nur im Winter wichtig, damit die Skifahrer keine langen Wartezeiten haben.

Ein armdickes Drahtseil verbindet den Umlauf zwischen Berg- und Talstation. Zum Einsteigen werden die Gondeln ausgekuppelt, damit die Gondelbahn ganz langsam laufen kann und im Auslauf der Station werden die Gondeln wieder auf das Seil geklemmt. Mit ihnen ging es in vier Minuten in Sechsergruppen auf den Arber-Gipfel, wo Beywl die historischen Sessel der zwei früheren Seilbahnen am Arber zeigte. Trotz des Nebels war die Aussicht vom Gipfel aus atemberaubend. Nachdem sich unser Bergbahnführer verabschiedet hatte, besuchten wir das Restaurant. Mit den Gondeln ging es dann wieder talwärts.

Klassen 5a, 6a und 8a der Mittelschule Freudenberg
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