Drei Neue fürs Wasser

Schwierig hatte sich die Suche nach einem Nachfolge für Ludwig Schraml gestaltet. Niemand aus den Reihen der Interessengemeinschaft (IG) Wasserversorgung Zinst wollte das Amt des Wasserwarts übernehmen. Doch am Ende waren die Bemühungen gar von dreifachem Erfolg gekrönt.

Stellvertretender Vorsitzender Alexander Schraml hatte einige junge Dorfbewohner zu einem Gespräch eingeladen. Christian Kausler, Andreas Kausler und Andreas Pinzer erklärten sich bereit, sich mit Wasserwart Waldemar Schedl die Tätigkeiten zu teilen. Ohne Gegenstimme wählten sie die IG-Mitglieder in der Versammlung zu neuen Wasserwarten.

Ausführlich besprachen sie die Herstellungsbeiträge bei Neubauten. Der zukünftige Beitrag pro Quadratmeter Geschossfläche beträgt 4,50 Euro und ein Euro für die Grundstücksfläche. Die maximale anrechenbare Grundstücksfläche beläuft sich auf 850 Quadratmeter. Ansonsten findet die vierfache Geschossfläche Anwendung. Die Zahlungsweise wird auf zwei Jahre festgelegt. Die Wasseruhren stellt die Wasserversorgung. Schieber und Anschluss sind bauseits zu gewährleisten. Vorsitzender Rainer Bayer regte an, den Wasserpreis von 0,75 Euro pro Kubikmeter beizubehalten. Dazu gab es keine Einwände.

Zufrieden mit Filteranlage

Nach dem Totengedenken und dem Protokoll von Schriftführer Florian Bayer berichtete Rainer Bayer von einem ruhigen Jahresgeschehen mit zwei Vorstandssitzungen. Die Quellfassungen seien in einen sauberen Zustand versetzt, das umgefahrene Schild "Wasserschutzgebiet" nahe Erdenweis wieder aufgestellt und die UV-Lampe ausgetauscht worden. Die Trinkwasseranlage laufe stabil. Er zeigte sich mit der Filteranlage und nach zweieinhalb Jahren Betriebsdauer sehr zufrieden. Quartalsweise fanden Wasser- sowie die Hauptuntersuchung im August statt. Durch nicht registrierte Störungen kommt es laut dem Vorsitzenden manchmal zur Senkung des Wasserstandes und zum Druckabfall. Als Lösung biete sich eine Alarmierung über ein Mobil-Telefon an.

Im Ausblick auf 2015 sprach Rainer Bayer das auslaufende Wasserrecht zum Ende des Jahres an. Für die Verlängerung der Erlaubnis, Grundwasser zu fördern, sei die Hilfe eines Ingenieurbüros erforderlich. Ein Angebot liege bereits vor, weitere Offerten werden eingeholt. Um einen sauberen Zugang zum Wasserhaus zu gewährleisten, war der Redner für eine Pflasterung des Eingangsbereiches. Er dankte allen Helfern für ihren Einsatz am Wasserhaus und den beiden Quellen sowie den beiden bisherigen Wasserwarten für die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung.

Schatzmeister Reinhard Bauer berichtete von einem positiven Kassensaldo. Seine Ausführungen bestätigte Revisor Clemens Moller. Für Bürgermeister Günter Kopp haben sich die Erschließung der beiden Quellfassungen und der Wasserhaus-Neubau gelohnt. Dadurch sei die Unabhängigkeit der IG gewahrt worden. Die Nachrüstungen der Ultrafiltrations- und UV-Anlage haben dafür gesorgt, dass die Trübungswerte jederzeit den Vorschriften entsprechen.

Gemeinderat Florian Bayer machte auf Entsorgungen im Bach aufmerksam und bat um Unterlassung. Zudem werden am Glascontainer immer wieder Altlasten abgestellt, die dort nichts zu suchen haben. Er dankte der Familie Schraml für die Stiftung des neuen Bildes in der Ortsmitte und appellierte an die Dorfbewohner zur Spende eines Mai- beziehungsweise Christbaumes (Tanne) für die Ortsgemeinschaft. Das Dorffest mit Maibaumaufstellung wird am 1. Mai ausgerichtet.

Karl Schraml informierte über das 1955 erbaute Gefrierhäusl, das 2001 zum Kühlraum umfunktioniert und im Laufe der Zeit dem Stammtisch als Unterkunft diente. Auch die Feuerwehr Zinst hatte dort Anfang der 1990er Jahre einen Unterrichtsraum eingerichtet.

Schraml bat Florian Bayer, die Verantwortung für das Gefrierhäusl zu übernehmen, da der Stammtisch kurz vor der Auflösung stehe und jüngere Kräfte gefragt seien. Der Gemeinderat sicherte einen reibungslosen Übergang zu.
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