Drei Novizinnen erzählen

Ihre Liebesgeschichten mit Gott erzählten drei Novizinnen der Auerbacher Schulschwestern im ökumenischen Religionsunterricht. Anlass dafür war das Jahr des geweihten Lebens, das die Katholische Kirche heuer begeht.

Im Lehrplan der 9. Klasse der Realschule wird das Thema Orden und Ordensgeschichte behandelt. Zur Vorbereitung auf diese Stunde hatte der evangelische Pfarrer Horst Kurz den Benediktinerorden und das Klosterleben behandelt. Die drei jungen Schwestern Faustina, Ancilla und Klarissa schilderten den Auerbacher Schülern anschaulich, wie sie den Ruf zum Ordensleben vernahmen. "Wir haben uns das Klosterleben nicht selbst ausgesucht, sondern wir wurden von Gott dazu berufen", erklärte Schwester Ancilla, die aus Pottenstein stammt. Die drei Schwestern zeigten anhand von Familienbildern ihren Lebensweg von der Taufe über die Kommunion, Firmung bis hin zum Schulabschluss und zur Einkleidung.

Weg bedeutet Glück

Schon früh wurde ihnen klar, dass der Weg als Ordensschwester ihr Glück bedeutet. Schwester Ancilla und Schwester Faustina traten gleich nach dem Abitur in Auerbach ein.

Nach dem zweijährigen Noviziat werden beide ihr Studium in Eichstätt fortsetzen. Schwester Klarissa stammt aus Kaufbeuren und arbeitete zuletzt als Krankenschwester in München. Dort absolvierte auch eine Ausbildung zur Stationsleiterin. Für ihre Berufung als Ordensfrau gab sie alles auf und tauschte die Hauptstadt Bayerns mit der Oberpfälzer Kleinstadt Auerbach. "Wir fühlen uns hier zu Hause", erklärten die drei Novizinnen einmütig. Die Schüler spürten die Begeisterung für das Ordensleben, die die drei Schwestern ausstrahlten. Übrigens wird Schwester Faustina bald ihr Noviziat beenden. Sie feiert am 29. August um 10 Uhr in der Auerbacher Mutterhauskirche ihre zeitliche Profess. Dabei erhält sie den schwarzen Schleier und bindet sich für drei Jahre an die Ordensgemeinschaft.
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