Drei Punkte trotz Grippewelle

Ralph Egeter hat nachgelegt: Nachdem der Weidener Stürmer bereits zuletzt beim 3:2 gegen die SpVgg Ansbach getroffen hatte, erzielte er nun auch den Siegtreffer zum 1:0-Erfolg bei Alemannia Haibach. Bild: A. Schwarzmeier

Selbst eine Grippewelle hat die SpVgg SV Weiden nicht stoppen können. Die Schwarz-Blauen verteidigten mit einem 1:0-Sieg bei Alemannia Haibach die Tabellenführung in der Fußball-Bayernliga Nord. Schütze des Tages war Ralph Egeter.

Weiden. (lst) "Was zählt, sind unterm Strich die Punkte. Unser Sieg war absolut verdient", sagte SpVgg-SV-Trainer Christian Stadler nach dem Erfolg am Samstag. Die Weidener gehen somit als Spitzenreiter in das Derby am kommenden Wochenende gegen den FC Amberg, der seine Hausaufgaben mit dem 2:0 gegen Forchheim ebenfalls erfüllte.

Absolut bemerkenswert

Die Traditionsduelle zwischen Weiden und Amberg sind seit jeher von einer enormen Brisanz geprägt. Aber in der Geschichte beider Vereine hat es noch nie die Konstellation gegeben, dass der Tabellenführer auf den -zweiten trifft. "Eine ganz tolle Geschichte. Beide Teams haben sich das redlich verdient", so Stadler. Die Leistung seiner Mannschaft in Haibach stufte er angesichts der Begleitumstände als "absolut bemerkenswert" ein.

Denn eigentlich hätte die ganze Mannschaft fehlen müssen, stimmte Sportlicher Leiter Thomas Binner dem Coach bei. Doch bis auf zwei Akteure, bei denen es überhaupt nicht ging, bissen alle trotz Grippe auf die Zähne. Mittelfeldmotor Thomas Schneider musste allerdings in Weiden bleiben, ebenso Ersatzkeeper Tomislav Galovic. Für Schneider begann Winter-Neuzugang Rafael Wodniok, für den ebenfalls erkrankten und zunächst auf der Bank sitzenden Benjamin Burger der wiedergenesene Johannes Scherm.

Die Weidener beschränkten sich in den ersten 45 Minuten darauf, aus einer stabilen Abwehr heraus, die Begegnung zu bestimmen. Dies gelang ihnen bis auf eine Ausnahme. "Die Gastgeber hatten nur eine wirklich nennenswerte und absolut gefährliche Möglichkeit", bilanzierte Stadler. In der 33. Minute war die SpVgg-SV-Defensive einmal nicht auf der Hut, so dass Damien Lettellier allein vor Schlussmann Dominik Forster auftauchte, aber nur den Pfosten traf.

"Wir hatten hingegen zwei bis drei maustote Chancen", blickte der Weidener Coach zurück. So unter anderem Christoph Hegenbart, dessen Kopfball in der siebten Minute ans Aluminium klatschte und dann in der 18. Minute, als Ralph Egeter nach einem mustergültigen Angriff nicht vollendete. So blieb es beim 0:0 zum Seitenwechsel, wobei die Schwarz-Blauen im zweiten Durchgang eine Schippe drauflegten. "Wir haben unsere Spielweise umgestellt und so Möglichkeiten im Minutentakt erarbeitet", lobte Stadler das engagierte Auftreten seiner Truppe. Wenn es etwas zu bemängeln gab, dann war es die Leichtfertigkeit, wie mit den "Hundertprozentigen" umgegangen wurde. Michael Riester köpfte an den Pfosten, der eingewechselte Stefan Graf, Hegenbart und Egeter vergaben in aussichtsreichen Positionen.

So dauerte es bis zur 79. Minute, als den Gästen schließlich der hoch verdiente Dreier gelang. Graf wurde von Haibachs Michel Sauer zuvor gefällt, so dass dieser Gelb-Rot sah. Den anschließenden Freistoß klärte die Alemannia-Abwehr um Torhüter Patrick Emmel dreimal, aber letztlich nicht konsequent genug. So setzte Egeter entschlossen nach und markierte das entscheidende 1:0.

80 Prozent Ballbesitz

"Mit diesem Sieg und dem Auftritt meiner Jungs bin ich mehr als zufrieden", freute sich Stadler nach temporeichen 90 Minuten. "Wir hatten rund 80 Prozent Ballbesitz und haben uns gegen die rustikale Spielweise der Haibacher gewehrt. In der zweiten Hälfte haben wir eine Topleistung geboten", sagte der SpVgg-SV-Coach. Genau solch eine will er auch gegen den FC Amberg sehen.
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