Drei Punkte wären fette Beute

Die Findungsphase ist abgeschlossen, die Mannschaftsstruktur gefestigt: Michael Riester glaubt, dass die SpVgg SV Weiden deutlich schlagkräftiger ist als noch zu Saisonbeginn. In Feucht wollen die Schwarz-Blauen den Beweis antreten. Bild: A. Schwarzmeier

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen: Die SpVgg SV Weiden hat längst noch nicht genügend Punktevorrat für die kalte Jahreszeit gesammelt. Eine interessante Futterstelle könnte aber heute der 1. SC Feucht sein.

Weiden. (ssl) Knapp ein Drittel der Bayernligasaison 2015/16 ist absolviert. Somit nimmt auch die Aussagekraft der Tabelle immer mehr zu. Vorne überzeugten bisher vor allem der VfB Eichstätt und der SV Seligenporten, während am Ende des Tableaus der Würzburger FV, FC Sand und VfL Frohnlach schon ein wenig abreißen lassen mussten. Dazwischen rangieren viele namhafte Teams in einem breiten Mittelfeld, was für die Ausgeglichenheit der Liga spricht.

Gegner überholen

Zu diesen Mannschaften gehören auch die SpVgg SV Weiden (10. Platz/ 15 Punkte) und der 1. SC Feucht (8./17), die heute um 19 Uhr im Feuchter Waldstadion aufeinander treffen. Für die Wasserwerkelf bietet sich nach dem 2:0-Heimsieg am vergangenen Freitag gegen Sand eine weitere Gelegenheit, zum ersten Mal in dieser Saison zwei Siege am Stück zu feiern. Bei einem Dreier könnte der Gegner zudem überholt, der Abstand zur unteren Tabellenregion vergrößert werden.

Trainer Tomás Galásek sieht seine Führungsspieler in der Pflicht, mit ihrer Erfahrung voraus zu gehen. Ein solcher ist Michael Riester, für den das Spiel in Feucht besonders wichtig ist: "Für uns beginnt die Saison jetzt eigentlich neu. Wir haben uns die letzten zwei bis drei Wochen stabilisiert und können unser Potenzial besser abrufen." Dass es bisher noch nicht rund gelaufen ist, stellt Riester nicht in Abrede: "Wir haben einen Umbruch hinter uns und mussten viele junge Spieler und Neuzugänge integrieren. Dass es dabei nicht von Anfang an gleich perfekt läuft, ist klar. Mittlerweile hat sich aber ein Grundgerüst entwickelt, auf das wir aufbauen wollen."

Offensiv ausgerichtet

Mit dem 1. SC Feucht treffen die Schwarz-Blauen zum vierten Mal im Saisonverlauf auf einen Neuling. Die Philosophie von Trainer Klaus Mösle, der den Verein 2011 übernahm und von der Bezirksoberliga bis in die Bayernliga führte, geht eindeutig in Richtung Offensivfußball. Der Meister der Staffel Nordost stellt mit 23 Toren den zweitbesten Angriff der Liga. Die Defensive der SpVgg SV muss vor allem Top-Torjäger Sebastian Schulik (13 Tore) in den Griff bekommen.

"Beide Mannschaften sind spielerisch stark", meint Tomás Galásek. Der SpVgg-SV-Trainer warnt zwar vor dem schnellen Umschaltspiel der Mittelfranken, dennoch ist er optimistisch: "Zu Hause läuft es gut. Jetzt ist es an der Zeit, dass es mal auswärts reicht." In jedem Fall ausfallen wird Enis Saramati (Knieprobleme). Fraglich ist Matthias Heckenberger (Grippe).
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