Drei Stunden nur Vollgas

Siegerehrung von links: John Engelhard, Daniel Kempf, Stephan Freund, Andy Göbel, Jonas Leipold, Stefan Groß, Max Pülhorn und Andreas Kümmel.

Das Mofa-Cross der Nationen wird in vier Rennen ausgefahren. In Cadolzburg und Bramberg waren die Zweirad-Reiter bereits am Start, das Abschlussrennen geht in Seitenthal über die Bühne. Jetzt aber stand Neukirchen mit 24 Teams auf dem Programm.

Mehr als gut hatte es das Wetter mit dem Mofa-Cross gemeint, der unter der Gesamtleitung von John Engelhard und Stephan Freund am Samstag auf unwegsamem Gelände zwischen Neukirchen und Schönlind über die Bühne ging. Viel Staub hätten die Akteure schlucken müssen, wenn nicht tags zuvor kräftige Regenschauer den gut 1200 Meter langen Parcours kräftig durchgewässert hätten.

Tüftler gefragt

Am Samstag hielt das Wetter wieder durch, bis auch die Siegerehrung und die After-Race-Party fast schon zu Ende waren. Gefahren wurde um Punkte zum Mofa-Cross der Nationen, das in vier Rennen ausgetragen wird, das Dritte eben in Neukirchen.

Mofas der Serienklasse verfügen über einen 50-ccm-Zweitakt-Motor, der zwei bis drei PS leistet und müssen weitgehend der Serienfertigung entsprechen. In der Tuning-Klasse haben Tüftler freie Hand und "kitzeln" aus den 50 Kubik schon bis zu 10 PS raus.

Maximal drei Fahrer

Das Mofa-Cross wurde über drei Stunden gefahren, und Bürgermeister Winfried Franz ließ es sich nicht nehmen, die Meute von 24 Teams mit einem Tritt auf die Startmaschine loszulassen. Jedes Team konnte maximal drei Fahrer benennen, aber wer sich genügend Kondition zutraute, durfte sich auch alleine die 180 Minuten abrackern.

Jedem Mofa wurde ein Transponder zugeteilt, der beim Überfahren einer Induktionsschleife im Start-Ziel-Bereich einen Impuls für das Zeitnahme-Team des ADAC-Gaus Nordbayern auslöste und so die gefahrenen Runden zählte. Gut 1200 Meter lang war der Cross-Parcours, gespickt mit unzähligen Kurven, Auf- und Abfahrten, Sprunghügeln.

Fünf Liter Sprit

Ohne Tankstopp im Fahrerlager kam kein Team aus, denn die kleinen Tanks mit etwa fünf Litern Sprit reichten höchstens für zwei Stunden. Aus der Region waren "Wülde Hund" und "Wülde Wölpen" aus Sulzbach-Rosenberg sowie Robeis Racing, Die Gmütlichen, MC machdichplatt und Die Letzten aus Neukirchen am Start. Drei Stunden lang donnerten die Mofas um den Parcours, lieferten sich zur Freude und zum Spaß von einigen hundert Zuschauern harte Kämpfe Rad an Rad, etwas schneller die Cross-Profis, wie John Engelhard, etwas langsamer die reinen Amateure mit Mofas, die ihren Namen auch wirklich verdienten.

Auf insgesamt 111 Runden kamen bei den Serien-Mofas das Gratler Racing Team(Jonas Leipold und Max Pülhorn), 13 Runden mehr schafften in der Tuning-Klasse die Schlammschlucker (Stefan Groß und Andreas Kümmel). Das Team Wülde Hund wurde Vierter, Robeis Racing Fünfter und Wülde Wölpen Achter. Die Letzten ergatterten sich Platz 8, MC machdichplatt wurden 12. und Team Die Gmütlichen machten ihrem Namen alle Ehre, beließen es mit 13 Runden bei Platz 14 der Serienklasse.
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