Drei Worte für wertvolles Leben

Die wirklich wichtigen Dinge im Leben bekommt der Mensch geschenkt. Davon ist Pressaths Stadtpfarrer Edmund Prechtl überzeugt. Bild: mez

"I mog di": Zur Volks- und Oktoberfestzeit ziert diese Aussage Unmengen von Lebkuchenherzen. Jedoch sollte dieser Satz jedem auch während des restlichen Jahres öfter über die Lippen kommen - schon aus eigenem Interesse.

mez) Dieser Ansicht ist jedenfalls Pfarrer Edmund Prechtl. Der Pressather Seelsorger referierte auf Einladung von KAB-Vorsitzender Claudia Porst zum Thema "Was macht unser Leben wertvoll?".

Wer ohne Wenn und Aber"I mog di" zu seinen Mitmenschen sage, der sorge ganz ungewollt für ein eigenes erfülltes Leben und mache es dadurch wertvoll, lautete die Botschaft des Geistlichen im Herz-Jesu-Pfarrheim. "Diese drei kleinen Worte sind es, die unser Leben so wertvoll machen können." Mit vielen alltäglichen Situationen belegte der einfühlsame Referent seine Aussagen. Er erntete damit reichlich Zustimmung bei den zahlreichen Zuhörern, die nach dem Umzug des Kindergartens in den Erweiterungsbau im Mühlweg erstmals wieder im Pfarrsaal Platz nehmen konnten.

Wichtige Dinge geschenkt

Prechtl erinnerte an die wirklich wichtigen Dinge im Leben, die jeder für sich individuell selbst finden und festlegen muss. Besonderes Augenmerk ist laut Prechtl auf die Unterscheidung zwischen wichtigen und unwichtigen Dingen zu legen. Dabei erkenne man bald, dass man die wirklich entscheidenden Dinge nicht kaufen könne. "Gesundheit, Freude, Freunde, Glaube, Liebe und viele alltägliche Dinge werden uns ganz einfach geschenkt." Im "Hohen Lied der Liebe" aus dem Evangelium zeige sich, wie Menschen mit Liebe umgehen sollen. Wer sich daran halte, erkenne, wie wertvoll das Leben ist.

Der Pfarrer mahnte dazu eine gewisse Rücksichtnahme untereinander an. Der Unterschied in den Generationen, Religionen oder Volksstämmen führe zwangsläufig zu verschiedenen Verhaltensformen der jeweiligen Personen und Gruppierungen. Hier heiße es aufeinander zuzugehen, immer mit dem kleinen Hintergedanken "I mog di", bat der Geistliche dabei leicht schmunzelnd.

Besonders arm dran seien Menschen, die sich selber nicht mögen, die immer unzufrieden sind und kaum Gutes im Alltag und auf dieser Welt erkennen können. "Wer sich selbst nicht mag, mag auch die Umgebung und Mitmenschen nicht." Vertrauen auf Gott sei die Basis, so Prechtl. Wenn Gott im Leben und im Alltag gestrichen werde, sei der Mensch bald nichts mehr wert. Und wenn er gar versuche, sich an Gottes Stelle zu erheben, dann entgleite ihm die ganze Welt.
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.