Dritte Kraft packt an

Vorsitzender Bernd Kuhbandner in der Versammlung der Aktiven Wähler Ebnath. Bild: ak

Die dritte politische Kraft in der Gemeinde Ebnath hat sich etabliert. Darüber waren sich die Aktiven Wähler bei ihrer Hauptversammlung einig. Wegen der knappen Kassen soll sich die Gemeinde aufs Wesentliche konzentrieren.

"Kraftakte stehen zu Hauf auf der Agenda der Gemeinde. Die Aktiven Wähler Ebnath (AWE) wollen sich für die richtigen Wege einbringen." Dies gab Vorsitzender Bernd Kuhbandner bei der Hauptversammlung im Gasthaus Gregnitztal aus. Rund 20 Mitglieder hieß der alte und neue Vorsitzende willkommen. "Unser Ziel bleibt, unsere Heimatgemeinde positiv zu verändern." In elf öffentlichen Fraktionssitzungen beteiligte die AWE die Bürger. Die AWE-Mitgliederzahl ist auf 30 gewachsen. Die Neuwahl ergab folgendes Ergebnis: Vorsitzender Bernd Kuhbandner, Stellvertreter Peter Casper, Schriftführerin Irene Anklam, Vorstandsmitglieder Bernd Schaller und Norbert Riedl.

"In den elf Gemeinderatssitzungen in 2015 hatten wir mehrfach persönliche Angriffe zu überstehen. Von unserer konstruktiven Ratsarbeit ließen wir uns zu keiner Zeit abhalten", berichte Kuhbandner. Er dankte dem aus gesundheitlichen Gründen ausgeschiedenen Gemeinderat Michael Würstl für sein Engagement. Peter Casper ist sein Amtsnachfolger. Die von der AWE beantragten Verkehrsspiegel an drei Gefahrenstellen brachte zumindest bei der Metzgerei Schinner einen Erfolg. Dem Wunsch, eine Ruhebank vom Skaterplatz an den Radweg-Kösseineweg-Spielplatz umzusetzen, kam die Kommune nach. Der von der AWE initiierte Aktionstag "Schöner Friedhof" komme gut an. Parteiübergreifend arbeiteten Bürger und Kirche zusammen. Die Kosten trägt je zur Hälfte die Kirchenverwaltung und der Obst- und Gartenverein. Kuhbandners Dank galt allen Helfern und Spendern. Insbesondere dankte er Hans Enders und Inge Geissler, sowie den AWE-Mitgliedern Evelyn Küffner, Marion Wildner und Wolfgang Meingast für ihre Dienste bei der Aktion.

Der Vorsitzende berichtete von anstehenden Entscheidungen für die Kommune. Der größte Brocken ist die Schulsanierung mit zwei Millionen Euro, wobei rund eine Million Euro die Gemeinde tragen muss. Den neuen Schulden stehen die Mieteinnahmen des Schulverbands entgegen. Wegen des Schülerrückgangs wird das obere Stockwerk des Haupttrakts Richtung Osten abgetragen. Die Photovoltaikanlage wird anschließend wieder installiert. Aktuell besuchen zirka 50 Ebnather Kinder die Fichtelnaabtalschule. Der Schulbetrieb ist laut Regierung der Oberpfalz für die nächsten fünf Jahre gesichert.

Der Kommune ist es gelungen, mit dem Grundstückseigentümer des Freibades Selingau einen neuen Pachtvertrag für mehrere Jahrzehnten zu schließen. Bauchschmerzen bereite das neue Löschfahrzeug, das 350 000 bis 400 000 Euro kosten soll. Es soll den 40 Jahre alten Unimog ablösen. Das mit 130 000 bis 150 000 Euro bezuschusste Kfz wird derzeit ausgeschrieben. Die AWE haben vorgeschlagen, nach der Kanalbefahrung die Schadensstrecken nach Priorität zu sanieren. Dabei sollen die Bürger und Beitragspflichtigen an der Entscheidung beteiligt werden.
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