Drittklässler lauschen den Informationen eines Jägers
Wald statt Schule

Die Kinder staunten nicht schlecht, als ihnen Jäger Franz Erras ein stattliches Hirschgeweih zeigte. Bild: wku
Mit "Waidmannsheil" begrüßen sich die Jäger, die eine eigene Sprache, das Jägerlatein, haben. So heißen die Ohren eines Hasen Löffel, während die eines Rehes oder Rotwildes Lauscher genannt werden. Franz Erras, der Vorsitzende des Jagdverbandes Bayern, Kreisgruppe Amberg, erklärte diese Jägersprache den Drittklässlern der Grundschule Königstein mit ihrer Klassleiterin Nannette Lorenz. Treffpunkt war im Wald unterhalb des Ossingerberges.

Hier hatte er für die Kinder präparierte Tiere in die Bäume gesetzt und Felle auf dem Waldboden ausgelegt. Er erzählte Wissenswertes über die Tiere des Waldes: So ist der Rotfuchs in Bayern weit verbreitet, während der Fasan und das Rebhuhn durch die Intensiv-Landwirtschaft immer weniger werden. Der Birkhahn kommt noch im Bayerischen Wald vor, aber auch er ist gefährdet. Darum ist er geschützt und darf nicht geschossen werden. Die diebische Elster hat einen schlechten Ruf. Sie stiehlt, räubert fremde Nester und krächzt aufdringlich. Dabei aber gehört das Gehirn der Elster zu den am höchsten entwickelten unter den Singvögeln. Die Kinder sahen sich noch ein Damhirschfell, das Winterfell einer Gemse sowie das Frischlingsfell eines Wildschweines an. Auch ein ausgestopftes Wiesel, ein Dachs und ein Gamsbockgehörn weckten das große Interesse der Kinder. Man merkte Franz Erras an, dass er mit Leib und Seele Jäger ist.
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