Dumme Frage gut synchronisiert

Strahlende Crossmedia-Gewinner: Die jüngsten Preisträger kommen aus Rieden. Stellvertretend für ihre Mitschüler aus der Film-AG der Grundschule bekamen (vorne von links) Jakob Rüth, Tobias Hetzenecker, Yannik Grabinger und Adrian Wolf für ihren Kurzfilm "Blaulicht" ihre Urkunde von Michael Weidenhiller vom Kultusministerium (links) und ihr Preisgeld von Joachim Klein (rechts) von der LBS. Bild: hfz

Die Nachwuchsfilmer der Riedener Grundschule bringen mit "Blaulicht" wieder einen Landespreis mit nach Hause. Mit der Polizei hat das aber nichts zu tun.

Die Film-Arbeitsgemeinschaft (AG) der Grundschule hat bei dem landesweiten Schüler-Medienwettbewerb Crossmedia 2015 mit ihrem Beitrag "Blaulicht" den dritten Platz in der Kategorie Short Film belegt. Die Grundschüler behaupteten sich in diesem Wettbewerb mit über 200 Beiträgen in sieben Sparten herausragend.

Im Münchener LBS-Haus, so eine Pressemitteilung, konnte die AG nun ihre Arbeit vorstellen und den Preis entgegennehmen. Er wird jährlich auf Initiative des Kultusministeriums und der Stiftung art.131 von der Landesarbeitsgemeinschaft Neue Medien, unterstützt von der Landesbausparkasse Bayern (LBS) ausgelobt. Die Plätze eins bis drei sind in jeder Kategorie mit Geldpreisen von 800, 600 und 450 Euro dotiert, insgesamt wurden 21 Prämien ausgereicht.

Die Riedener Film-AG nimmt seit Jahren an dem Crossmedia-Wettbewerb teil und hat zusammen mit dem sie betreuenden Lehrer Egid Spies schon ein paar mal zu den Preisträgern gezählt. Nun stand der Filmemacher-Nachwuchs erneut auf dem Crossmedia-Treppchen. Die Leistung der Zehnjährigen überzeugte die Jury, sie bedachte in der Sparte Short Film "Blaulicht" mit dem dritten Platz und den damit verbundenen 450 Euro Preisgeld.

Der Streifen zeigt eine Interview-Situation auf der Straße, bei der die Schüler Passanten befragen, welche Farbe das Blaulicht der Feuerwehr habe. Alle Rollen werden von Schülern gespielt, die Passanten-Passagen sind jedoch mit Erwachsenen-Stimmen synchronisiert. Die Gruppe hatte sie einem Radio-Interview des österreichischen Rundfunks entnommen. Der Bruch zwischen seriösem Minenspiel, absurder Fragestellung und erwachsenen Stimmen macht den Film zu einem besonderen Vergnügen auch für die Juroren.

Ihr Fazit: "Die Lippensynchronisation ist so gut gelungen, dass man bereitwillig das jeweilige Kind mit der älteren Stimme verbindet. Die Schüler versetzen sich gut in die fiktiven Interviewpartner hinein und erwecken diese durch ausladende Gesten und skurrile Mimik zum Leben."
Weitere Beiträge zu den Themen: Sparkasse (9730)Rieden (3382)November 2015 (9608)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.