Eckdaten des Haushalts
Marktrat

Schwarzenfeld. (tib) Der Etat für dieses Jahr hat ein Gesamtvolumen von 19 404 200 Euro (+20,1 Prozent; in Klammern der Vergleich zum Vorjahr). Er gliedert sich auf in:

Verwaltungshaushalt

Volumen: 13 580 500 Euro (+12,1 Prozent)

Größte Einnahmen

Einkommensteuerbeteiligung: 2 750 000 Euro Gewerbesteuer: 1 800 000Euro Schüsselzuweisungen: 1 680 000 Euro

Größte Ausgaben

Kreisumlage: 2 165 200 Euro Personal: 1 739 650 Euro VG-Umlage: 1 251 000 Euro

Vermögenshaushalt

Volumen: 5 823 700 Euro (+44,2 Prozent)

Größte Einnahmen

Entnahme aus Rücklagen: 1 956 850 Euro Beiträge und ähnliche Entgelte: 1 418 100 Euro Zuführung vom Vermögensetat: 1 146 450 Euro Zuweisungen und Zuschüsse: 789 800 Euro.

Größte Ausgaben

Baumaßnahmen: 3 541 400 Euro Grundstückskauf: 1 031 500 Euro Kredittilgungen: 408 650 Euro

Grund- und Gewerbesteuersätze bleiben unverändert.

"Erfreuliche Gesichtspunkte"

Schwarzenfeld. (tib) In einer kurzen Haushaltsrede hob Bürgermeister Manfred Rodde "erfreuliche Gesichtspunkte" im kommunalen Haushalt für dieses Jahr hervor. Er wies auf die steigenden Einnahmen durch Gewerbe- und Einkommensteuer sowie durch die Schlüsselzuweisungen hin. Außerdem müsse der Markt keine neuen Kredite aufnehmen und könne Schulden tilgen, so dass die Pro-Kopf-Verschuldung deutlich unter dem Landesdurchschnitt liege. "Trotzdem werden wichtige Vorhaben vorangetrieben und umgesetzt", betonte das Marktoberhaupt.

Die einzige Stellungnahme zum Zahlenwerk kam von der Überparteilichen Wählergruppe (ÜPW). Deren Sprecher Peter Neumeier betonte: "Der vorliegende Haushalt ist keineswegs mit der heißen Nadel gestrickt". Die Ausgaben seien größtenteils sorgfältig geplant, und es sei keine Neuverschuldung vorgesehen. Auch er bezeichnete die Steigerung nahezu aller Einnahmen im Verwaltungshaushalt als erfreulich. Beim Vermögenshaushalt mache sich bemerkbar, dass der Etat schon sehr früh vorliege: "Es kann mehr Geld ausgegeben werden und es wird mehr Geld ausgegeben. Das ist erfreulich", unterstrich der Sprecher.

Ein wenig bedenklich sei allerdings die hohe Rücklagen-Entnahme. Wenn man die vorgesehenen Investitionen in den kommenden Jahren betrachte, sei eine beträchtliche Neuverschuldung in 2016 und 2017 unvermeidbar. "Es bleibt nur zu hoffen, dass die Zinsen auch dann noch auf dem niedrigen Stand von heute sind", sagte Neumeier. Gerne hätten es die Unabhängigen Wähler gesehen, wenn im Etat Mittel für Gewerbeflächen und die Ausweisung von Baugebieten eingeplant wären. Im Namen der ÜPW kündigte er an, dem Etat zuzustimmen - mit Ausnahme von ÜPW-Marktrat Manfred Müller.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.