"EG Wernberg" verfolgt jede Spur

Auch über die Feiertage suchten Spezialisten im und um das Anwesen in der Graf-Schall-Straße nach Spuren, die zur Klärung des Gewaltverbrechens führen könnten. Bild: Völkl

"EG Wernberg" heißt die Ermittlungsgruppe, die mit Hochdruck an der Klärung des Gewaltverbrechens in der Graf-Schall-Straße arbeitet.

Wernberg-Köblitz. (cv) Die Bürger der Marktgemeinde waren geschockt, als am Montagmorgen, 22. Dezember, eine Pflegekraft einen 76-jährigen Mann in dessen Wohnhaus in der Graf-Schall-Straße schwerverletzt auffand (wir berichteten).

"Sehr kritisch"

Die noch am selben Tag eingerichtete "EG Wernberg" der Kriminalpolizeiinspektion Amberg geht seitdem jeder Spur nach, die zu dem oder die Täter führt, die in den Nachtstunden von Sonntag, 21. auf Montag, 22. Dezember, dem pflegebedürftigen Senior mit einem stumpfen Gegenstand schwerste Kopfverletzungen zufügten. Das Opfer befindet sich "nach wie vor in einem gesundheitlich sehr kritischen Zustand", so Polizeioberkommissar Albert Brück von der Pressestelle des Präsidiums.

In enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Amberg führte die EG Wernberg auch an Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen umfangreiche Ermittlungen wegen versuchtem Raubmord gegen Unbekannt durch, da sich am Anwesen Hinweise auf einen Einbruch ergeben hatten.

Mit Polizeitauchern

Sowohl am Wohnanwesen, aber auch im weiteren Umfeld wurden Spuren gesucht und gesichert. Neben den zahlreichen Unterstützungskräften des eigenen Verbandes wurden Spezialisten der Bereitschaftspolizei und des Landeskriminalamtes sowie Rechtsmediziner hinzugezogen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag kreiste ein Polizeihubschrauber über dem Haus und dem Umfeld, tags darauf durchsuchten Polizeitaucher einen Teich auf dem Anwesen.

Besonders die Außenbereiche galt es mit hohem Aufwand noch vor dem ersten Schneefall, der bereits für den zweiten Weihnachtsfeiertag angekündigt war, sowohl mit Diensthunden, aber auch mit zahlreichem Personal abzusuchen.

Zudem standen seit Beginn der Ermittlungen zahlreiche Befragungen und Vernehmungen auf dem Programm der eingesetzten Beamten. "Nun gilt es, die bislang gewonnenen Erkenntnisse wie Puzzlestücke zu einem Gesamtbild zusammenzufügen, noch offenen Hinweisen nachzugehen, aber auch neue Informationen zu gewinnen", heißt es aus dem Präsidium. Bisher gingen nur wenige Mitteilungen bei der Polizei ein. Die Ermittler bitten auch weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer hat in der Tatnacht, von Sonntag, 21. Dezember, auf Montag, 22. Dezember oder auch schon in der Zeit davor, Beobachtungen gemacht, die mit den Ereignissen in Verbindung stehen können? Hinweise zu Personen oder Fahrzeugen nimmt die Kripo Amberg unter Telefon 09621/8900 entgegen.
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