Ehejubilare aus Fuchsmühl und Friedenfels feiern gemeinsam - Dankgottesdienst in "Maria ...
Das Leben zusammen meistern

Die Pfarreiengemeinschaft Friedenfels/Fuchsmühl feierte ein Fest der Ehejubiläen. In der Steinwaldhalle formierten sich die Ehepaare zum Gruppenfoto. Im Bild die Jubelpaare aus Friedenfels mit den Geistlichen Pfarrer Joseph (links) und Pater Martin (rechts) sowie zweitem Bürgermeister Oskar Schuster und dem Sprecher des Friedenfelser Pfarrgemeinderates, Carsten Klöble (hinten von rechts). Bild: bsc
"In der Ehe fühlt man sich angenommen und geborgen. Sie ist Abbild für die Liebe Christi zu seiner Kirche, für die Liebe Gottes zu uns Menschen." Mit diesen Worten eröffnete Pfarrer Joseph einen beeindruckenden Dankgottesdienst, den 38 Ehepaare mitfeierten.

Die Pfarrkirche "Maria Immaculata" war erstmals Schauplatz einer Messfeier für Ehejubilare. 20 Paare aus Friedenfels und 18 aus Fuchsmühl, zwischen 10 und 60 Jahre verheiratet, begleiteten den Geistlichen beim Einzug in die Pfarrkirche. Die musikalische Gestaltung der Eucharistiefeier hatte der Singkreis "Cantiamo" übernommen.

Pfarrer Joseph sagte in seiner Predigt: "Ich denke, ihr alle seid mit den Jahren ein gut eingespieltes Team geworden. Ihr habt in den vergangenen Jahrzehnten viel miteinander erlebt, habt geschuftet, gespart und viele Sorgen geteilt. Ihr habt eure Kinder großgezogen und ihr kennt den Wert von Ehe und Familie." Aber vielleicht sei mit den Jahren vieles selbstverständlich geworden, vielleicht auch zu selbstverständlich. "Deshalb ist es gut, dass wir heute während dieses Gottesdienstes inne halten und dankbaren Herzens zurückblicken. Wie hat damals alles begonnen?"

Der erste Kuss

In einem fiktiven Gespräch versuchte der Geistliche, die damaligen Gefühle der Eheleute ins Bewusstsein zu heben. "Weißt du noch, wie das war, als wir uns kennen gelernt haben? Wie wir uns zum ersten Mal verabredet haben? Gespräche der Annäherung, Spaziergänge, händchenhaltend. Vielleicht gab es auch flammende Liebesbriefe? Erinnerst du dich noch an die erste Umarmung, den ersten Kuss? Weißt du noch, wie sich das alles angefühlt hat? Glücklich waren wir, glücklicher, als wir es je zu träumen gewagt hatten."

Dann der Entschluss die Ehe zu wagen. Optimistisch, mutig, überzeugt vom gemeinsamen Weg. Kinder, ein Zuhause schaffen. Der Pfarrer rief die Erinnerung an die Hochzeitsfeier wach, das Stammeln des Jaworts. Viel sei seitdem geschehen. "Was hat sich nicht alles verändert? Und noch immer ist dieses Gefühl da: Wir gehören zusammen", fasste Pfarrer Joseph zusammen.

Ministranten bedienen

Im Anschluss an den Gottesdienst trafen sich die Ehejubilare in der Steinwaldhalle zum weltlichen Teil der Feier. Hier begrüßten der Sprecher des Friedenfelser Pfarrgemeinderates, Carsten Klöble, und zweiter Bürgermeister Oskar Schuster die Jubelpaare. Carsten Klöble: "Wir haben uns viel Mühe gegeben und wollen mit euch ein paar schöne Stunden verbringen." Stolz war der Pfarrgemeinderatsvorsitzende auf die Ministranten. Festlich gekleidet ersetzten sie an diesem Abend das Bedienungspersonal und unterstützten eine Fachkraft. Applaus bekamen sie zudem für eine besondere Geste. Jeder der 38 Frauen überreichten sie eine rote Rose, optisch aufgewertet mit Grünzeug und einem kleinen Herzen. "Sie liebe Herren dürfen sich ebenfalls an der Rose erfreuen", meinte Carsten Klöble schmunzelnd und bekam Beifall von den beschenkten Damen.

Glückwünsche übermittelte auch zweiter Bürgermeister Oskar Schuster an die Jubelpaare. Er freute sich über die harmonische Zusammenarbeit der beiden Pfarreien und den alljährlichen Wechsel der Feier zum Ehejubiläum.
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