Ehemalige Kolonie

Es ist schwer zu sagen, in welchem Teil Neuseelands es schöner ist. Die große Vielfalt an Landschaft und Natur macht das Land so attraktiv. Tropische Wälder im Norden, Gletscher auf der Südinsel, heiße Quellen und Strände mit feinem weißem, gelbem, braunem und schwarzem Sand.

Seit einigen Jahren ist das "Land am anderen Ende der Welt", wie es oft bezeichnet wird, näher gerückt. Manch junger Europäer verwirklicht sich seinen Traum von "Work and Travel" dort. Andere setzen einen langgehegten Wunsch dorthin zu Reisen in die Tat um. Egal wie, die Reise dauert im günstigsten Fall rund 30 Stunden, schließlich leben dort unsere Antipoden, Menschen genau auf der anderen Seite des Erdballs.

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Neuseeland ist etwa dreiviertel so groß wie Deutschland und zählt knapp 4,5 Millionen Einwohner. Im Jahre 1840 wurde Neuseeland britische Kronkolonie, besiegelt im Vertrag von Waitangi. Der Seefahrer James Cook betrat im Oktober 1769 das Land der Maoris.

Bereits am Flughafen ist schnell erkennbar, dass hier auch viele Menschen aus anderen Nationen leben. Asiatische Schriftzeichen begleiten den Besucher mittlerweile überall in der Stadt. Auckland ist mit 1,4 Millionen die größte Stadt, Hauptstadt ist Wellington, beide liegen auf der Nordinsel.

Vulkankegel sind in und um Auckland überall zu sehen und erinnern an die "junge Geschichte" des Landes. Erst vor 600 Jahren entstand die letzte Insel vor den Stadttoren im Meer. Rangitoto wurde aus dem Meer geschoben und ist heute eine der Touristenattraktionen mit hautnaher Begegnung von Vulkangestein. Heiße Thermalquellen und kochende Seen brodeln in der Region um die Stadt Rotorua.

Das Klima in Neuseeland ist sehr mild, Frost gibt es außer auf den Bergen der Südinsel normalerweise auch im Winter nicht. Winterzeit ist von Mai bis September, genau entgegengesetzt wie in Deutschland. Fernab liegt Neuseeland zwischen Indischem und Pazifischem Ozean umgeben von teils unendlichen Stränden, der längste liegt an der nördlichen Spitze. Touristen werden über eine Strecke von 64 Kilometer über den Ninty Mile Beach mit Bussen gefahren. Beliebtes Ziel ist der nördlichste Punkt, Cape Reinga. Atemberaubend steht der Leuchtturm auf der Klippe.

Ein ebenfalls sehr markanter Punkt befindet sich an der Ostküste zwischen Tauranga und Gisborne. Das "East Cape" ist der östlichste Punkt der Welt, an dem jeden Morgen die Sonne ihren Lauf beginnt. Die letzten acht Kilometer zum weißen Leuchtturm führen über eine Schotterpiste. Die Straßen sind überwiegend gut ausgebaut. Autobahnen, abgesehen von mehrspurigen Bereichen in den Städten, gibt es nicht und so dauert eine Reise durch das Land einfach länger und hat den Vorteil, dass die Schönheit der Landschaft wahrgenommen werden kann. Im "Linksverkehr" findet sich ein erfahrener Autofahrer schnell zurecht, nicht zuletzt, da die Verkehrsteilnehmer sehr diszipliniert und rücksichtsvoll unterwegs sind.

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Gepflegt und sauber

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Rücksichtsvoll gehen die Menschen auch mit ihrer Natur um. In zahlreichen Regionalparks liegen Strände, die dem Schutz von Flora und Fauna sowie der Erholung der Menschen dienen. Toiletten, Umkleideräume und Duschen sind deshalb installiert, ebenso großzügig angelegte Liegewiesen, die gepflegt und sauber gehalten werden.

In den letzten Jahren sind nicht zuletzt durch den Verfall des Euros die Preise erheblich gestiegen. Neuseeland ist kein Billigland, ist Ziel für Aktivurlauber, Naturliebhaber und Genießer geworden. Auch für jeden Filmliebhaber der weltweit erfolgreichen Trilogien "Herr der Ringe" und "Der Hobbit" von Regisseur Sir Peter Jackson sind es ganz besondere Momente, die gigantischen Naturkulissen im Land der Hobbits, Elfen und Zwergen zu erleben.
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