Ehemaliges Brauhaus wird mit Nebengebäuden abgerissen - barrierefreier Neubau
Meisl-Bräu weicht Ärztehaus

Das ehemalige Meisl-Brauhaus wird in naher Zukunft Geschichte sein. Nach dem Abriss entsteht hier ein Ärztehaus mit Wohnungen und Garagen. Bild: hbr

Ein markantes Gebäude verschwindet, ein neues Anwesen wird an gleicher Stelle errichtet. Darin finden unter anderem Ärzte mit ihren Praxen Platz. Das Projekt der Raiffeisenbank nahm die erste Hürde.

Als sich der Haupt- und Bauausschuss am Dienstag mit dem Antrag der Bank befasste, ging es auch ein wenig um die Baugeschichte des Marktes. Das Gebäude in der Bodenwöhrer Straße wurde in den 1950er-Jahren erbaut und firmierte in seiner Nutzung als Meisl-Brauerei. Später fand es Verwendung als Wirtshaus und für Vereinszwecke, ehe ein Brand das Anwesen in Mitleidenschaft zog. Nun hat es die Brucker Raiffeisenbank erworben, die den entsprechenden Bauantrag vorlegte.

Einstimmig gebilligt

Laut Sitzungsvorlage ist der komplette Abriss des Gebäudes einschließlich Wohnhaus sowie der ehemaligen Schützenhalle mit Nebengebäude vorgesehen. Der Gewölbekeller bleibt erhalten. Auf dem Gelände entsteht dann ein barrierefreies, dreigeschossiges Ärztehaus mit Wohnungen und fünf Fertiggaragen.

An der Ostseite ist das Treppenhaus mit Aufzug eingeplant. Im Erd- und Obergeschoss sind die Praxisräume vorgesehen, im zweiten Stock zwei Wohnungen. Die Nachbarn haben den Bauantrag unterschrieben. Geregelt ist ferner die verkehrstechnische Anbindung zur Bodenwöhrer Straße hin. Das Projekt passierte den Ausschuss einstimmig. "Grünes Licht" gab es für ein Reihe weiterer Baugesuche, darunter den Neubau einer Hackschnitzelheizung mit Brennstofflager und Erweiterung einer Schreinerei samt Ausbau des Dachgeschosses.

Antrag auf Vertagung

Für Diskussionen sorgte der Antrag auf Umbau und Sanierung eines Anwesens in St. Hubertus mit dem Ziel, Wohnraum zu schaffen. Robert Feuerer stellte den Antrag, das Thema zu vertagen, einen Ortstermin anzusetzen und mit den Bauwerbern noch einmal zu sprechen.

Die Verwaltung hatte in der Sitzungsvorlage detailliert die Geschichte des Anwesens aufgelistet, das 1977 als landwirtschaftliches Mehrzweckgebäude für das Fischgut St. Hubertus genehmigt worden war. 1982 folgte die Tekturgenehmigung zur Errichtung einer Betriebsleiterwohnung im Obergeschoss. Abgelehnt wurde 1992 eine Bauvoranfrage auf Umbau des landwirtschaftlichen Mehrzweckgebäudes zu Unterkunftsräumen. Eine damals erhobene Klage zum Verwaltungsgericht wurde später zurückgenommen, heißt es in der Vorlage weitere.

Die Gründe von damals

Die Ablehnungsgründe von damals müssten auch heute berücksichtigt werden, konstatierte die Verwaltung. Das Baugrundstück befinde sich im Außenbereich sowie in der Schutzzone des Naturparks Oberer Bayerischer Wald. Gründe für eine Privilegierung seien nicht vorhanden. Zudem sei die Erschließung nicht ausreichend gesichert. Die genannten Punkte spielten bei der Debatte eine Rolle und mündeten in die erwähnte Vertagung. Sie wurde gegen zwei Stimmen beschlossen.
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