Ehemann stets Rücken freigehalten

Nach zwei Krankenhausaufenthalten ist am Rosenmontag Elfriede Höhbauer gestorben. Die Seniorchefin interessierte sich bis zuletzt für das Firmengeschehen. Bild: hfz

Bis zuletzt lag ihr das Wohl der Firma und ihrer Mitarbeiter sehr am Herzen. Am Rosenmontag starb Seniorchefin Elfriede Höhbauer im Alter von 86 Jahren.

Oberwildenau. (ms) Im niederschlesischen Strehlen als Elfriede Walta geboren, wuchs sie zusammen mit drei Geschwistern dort auch auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste sie wie so viele ihre Heimat verlassen. Über Westdeutschland kam die 16-Jährige infolge familiärer Verbindungen ins Schönseer Land. Am 30. März 1948 heiratete sie in Oberwildenau Michael Höhbauer. Aus der Ehe gingen die Söhne Norbert und Hans-Günther hervor.

Nur zwei Jahre später richteten Michael und Elfriede Höhbauer in einem kleinen Schuppen in Oberwildenau eine Zimmerei mit Treppenbau und Bauschreinerei ein. Der Aufbau der Firma in der schweren Nachkriegszeit kostete viele Entbehrungen und großen Fleiß. Aber es ging stetig bergauf. Heute beschäftigt der Hersteller von Fenster, Türen und Wintergärten, den inzwischen Sohn Hans-Günther und seine Frau Gerda führen, weit über 300 Mitarbeiter.

Ehemann Michael war darüber hinaus 24 Jahre lang Bürgermeister der damaligen Gemeinde Oberwildenau. Er hatte maßgeblichen Anteil an der positiven Entwicklung des Ortes. Elfriede Höhbauer hielt in all den Jahren ihrem Mann den Rücken frei. Am 22. Juli 2002 starb Michael Höhbauer überraschend im Alter von 73 Jahren.

Die sehr gläubige Frau war 62 Jahre lang eine große Stütze im Kirchenchor. Der Katholische Frauenbund verliert mit ihr sein letztes lebendes Gründungsmitglied. Jahrzehntelang hielt die mit dem Ort fest verwurzelte Frau auch Siedlerbund und Sportclub die Treue. Bis 2013 versorgte Elfriede Höhbauer ihren Haushalt noch allein. Die letzten zwei Jahre erfreute sie sich guter Betreuung. So lange es ging war sie täglich noch eine Stunde im Betrieb und erledigte die Post. "Das hat ihr großen Spaß gemacht", weiß Sohn Hans-Günther. Die älteren Mitarbeiter kannte sie alle persönlich.

Aussegnung ist heute um 17 Uhr, anschließend Sterberosenkranz. Der Trauergottesdienst beginnt am Freitag, 20. Februar, um 15 Uhr, anschließend ist die Beerdigung.
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