Ehrenabend als Ansporn und Anreiz

Seinen von Bildern begleiteten Rückblick auf die Historie der Blutübertragung begann BRK-Bereitschaftsleiter Siegfried Luber mit der ersten, allerdings negativ ausgefallenen Transfusion mit Lammblut im 17. Jahrhundert. Ein erster Durchbruch sei dem Wiener Serologen Dr. Karl Landsteiner gelungen, der 1901 die Blutgruppen und 1940 das Rhesus-System entdeckte.

Großen Wert legte Luber auf den Blutspende-Ehrenkodex. Er beinhalte Freiwilligkeit, keinen finanziellen Nutzen, Anonymität des Spendenempfängers und keinen Unterschied hinsichtlich Rasse, Staatsangehörigkeit und Religion. Darüber hinaus müsse jeder Patient ungeachtet seiner finanziellen Lage die benötigte Blutspende erhalten.

Der Bereitschaftsleiter beschrieb die Aufgaben des Blutspendedienstes, die Untersuchung einer jeden Blutspende und die Bedeutung des Rhesus-Faktors. Als aktuelle Voraussetzung für eine Blutspende nannte er: 18 Jahre, mindestens 50 Kilogramm Körpergewicht, Altersgrenze für die erste Spende 64 Jahre, Altershöchstgrenze 73 Jahre. Frauen dürfen vier-, Männer maximal sechsmal jährlich Blut spenden. Mit einer Blutspende könnten bis zu drei Leben gerettet werden, machte Luber deutlich und appellierte eindringlich, gemeinsam gegen Gleichgültigkeit vorzugehen: "Schenke Leben, spende Blut!"

Das Rote Kreuz könne stolz darauf sein, dass es Mitbürger gebe, für die Nächstenliebe, Verantwortungsgefühl und Hilfsbereitschaft über Jahre hinweg nicht nur Worthülsen seien, sagte Dieter Kies, der Vorsitzende des Stadtverbands. Der Ehrenabend solle für alle Ansporn zum Weitermachen und für viele andere Anreiz zum Nacheifern sein. (rn)
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