Ehrenamt als Verpflichtung

Landrat Andreas Meier (hinten, Mitte) zeichnete verdiente ehrenamtliche Kräfte des Roten Kreuzes für 25 und 40 Jahre aktiven Dienst mit dem Staatsehrenzeichen in Silber und Gold aus. Bild: fz

Wie wichtig ehrenamtliche Dienste sind, zeigt sich aktuell bei den vielfältigen Einsätzen für ankommende Flüchtlinge. Verdiente Frauen und Männer des BRK ernteten in der Schlosskapelle den Lohn für ihr Engagement.

Neustadt/WN. (fz) 18 Personen aus dem Landkreis, die seit 25 oder 40 Jahren aktiven ehrenamtlichen Dienst im Bayerischen Roten Kreuz leisten, verlieh der Freistaat das Staatsehrenzeichen in Silber und Gold für das herausragende Engagement. Verlängerter Arm des Innenministers Joachim Hermann war Landrat Andreas Meier, der die Auszeichnung vornahm.

Für ihn, so Meier, sei das eine Premiere, denn bislang sei er nur mit der gleichen Ehrung für die Feuerwehren unterwegs gewesen. "Beide Bereiche, Feuerwehr und Rotes Kreuz, sind in unserer Gesellschaft ganz oben angesiedelt", würdigte Meier. Sie unterscheiden sich auch kaum in der Vielfalt, zudem nehme man sie erst in Notsituationen wahr. Die große Klammer, die beide Organisationen verbinde, sei das Ehrenamt. "Dahinter stehen Menschen, die dieses Ehrenamt auch als Verpflichtung sehen."

Stellvertretender BRK-Kreisvorsitzender Fred Lehner brachte die Bedeutung der BRK-Ehrenamtlichen vor Ort auf einen Nenner. "Wir brauchen euch, damit die Gesellschaft auch in unserem Landkreis funktioniert." Der Flosser bezeichnete die Jubilare als Vorzeigebürger.

Auf die Arbeit seiner Mitarbeiter vor Ort ging Kreisgeschäftsführer Franz Rath ein. Die Wichtigkeit dieses Ehrenamtes bekomme jetzt eine andere Bedeutung, wenn sich unsere Leute wie schon in verschiedenen Einsätzen wie zuletzt in Vohenstrauß bei der Betreuung von ankommenden Flüchtlingen engagierten. Dies eine der Pflichtaufgaben des BRK.

Daran knüpfte auch Landrat Meier nach der Verleihung der Ehrenzeichen an. Der Winternotfallplan für die Flüchtlinge greife im Sommer. "Nach Tirschenreuth und Weiden sind dann wir an der Reihe", kündigte der Landkreischef an. Die Turnhalle der Lobkowitz-Realschule sei für die Fremden vorgesehen. Sollte es tatsächlich zur Unterbringung kommen, sei die Hilfe des Roten Kreuzes dringend erforderlich, stellte der Landkreischef fest.
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