Ehrenamtlich zur Ehre Gottes

Die 1995 geweihte Dorfkapelle, in der wöchentlich die heilige Messe gefeiert und der Rosenkranz gebetet wird, ist Apfelbachs religiöser Mittelpunkt. Liebevoll kümmern sich die Mitglieder des Kapellenbauvereins um ihr kleines Gotteshaus; alle Arbeiten werden für "Gottes Lohn" erledigt. Bild: gpa

Es wird behütet, gehegt und gepflegt: Seit 20 Jahren besitzt Apfelbach ein eigenes Gotteshaus. Die Jahreshauptversammlung des Kapellenbauvereins ist für Vorsitzenden Bruno Uhl jedes Jahr Gelegenheit, allen zu danken, die viele Stunden ehrenamtlich für ihr Kirchlein gearbeitet haben.

Uhl begann die Liste mit Karl Stopfer, der sich um das tägliche Auf- und Zusperren der Kapelle, das Nachfüllen der Opferlichter und des Ewigen Lichts, das Kehren der Straße und das Sauberhalten der Rasenfläche gekümmert hat und sich auch um den Winterdienst bemühte.

Gertraud Ficker und Ingrid Uhl, der Ehefrau des Vorsitzenden, oblag wiederum die Sauberkeit des kleinen Gotteshauses. Zusätzlich schmückte Uhl - wie schon seit 1995 - das Kirchlein mit Blumen und sorgte für saubere Priester- und Ministranten-Gewänder sowie Kelchtücher. "Der Blumenschmuck hat den Verein aufgrund von Blumenspenden auch in diesem Jahr nichts gekostet", stellte der Vorsitzende fest. Für den Blumenschmuck am Bildstock war Gertrud Ficker zuständig, beim Schmücken des Christbaumes halfen Sandra Winkler und Martina Kraus mit.

Das Wechseln, Waschen und Bügeln der Altardecke, der Decken für den Opferungstisch und der Konsole beim Tabernakel erledigte Ingrid Kallmünzer, Josef Bauer kümmerte sich wieder um das Rasenmähen um die Kapelle, Bronislav Primann schützte den Rhododendronstrauch am Bildstock vor Wildverbiss. "Dankbar bin ich Edeltraud Neumüller und meiner Frau, die mich während meines Klinikaufenthalts und der nachfolgenden Reha als Mesner und Lektor vorbildlich und gekonnt vertreten haben", erklärte ein zufriedener Vorsitzender.

"Wir haben einen hervorragenden Bericht von Bruno Uhl gehört und ihm entnehmen können, was vom Kapellenbauverein alles geleistet wurde", sagte dritter Bürgermeister Klaus Lehl in seinem Grußwort. Dank gebühre dem ganzen Vorstand, allen voran Bruno Uhl, der "alle anderen lobt und ihnen dankt, selber dabei zu kurz kommt", erklärte Lehl, der selbst Mitglied ist.

Der Kapellenbauverein sei wichtig für die ganze Dorfgemeinschaft - sowohl auf kultureller wie auf gesellschaftlicher und religiöser Ebene. "Gerade in unserer Zeit mit der Vereinsamung vieler Menschen kann eine aktive Dorfgemeinschaft, in der der Kapellenbauverein eine große Rolle spielt, dabei helfen, dass so etwas bei uns nicht passiert."
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