Ehrlich, rau und herzlich

Über die Arbeit des kleinen, tatkräftigen Gebiets im Oberpfälzer Trachten-Gauverband berichteten Gebietsvertreter Wilhelm Binner, Gebietsvortänzerin Christa Binner und Kassier Josef Schmidkonz (von links). Bild: bjp

Neun Mitgliedsvereine mit 1042 Mitgliedern zählen zum "Gebiet Nord" im Oberpfälzer Gauverband der Heimat- und Trachtenvereine. Doch das kleinste der vier "Gebiete" ist keineswegs das "müßigste", wie die Referate zur Gebietsversammlung im Burkhardsreuther Schulhaus belegten.

Dass die Arbeitssitzung nur mäßig besucht war, bedauerten sowohl Josef Dziwok vom gastgebenden Trabitzer Trachtenverein "D 'Haidnaabtaler", in dessen Vereinsraum man sich traf, als auch Gebietsvertreter Wilhelm Binner. Immerhin: Es mangelte nicht an Stoff für facettenreiche Rechenschaftsberichte der Vereine aus Weiden und den Kreisen Tirschenreuth und Neustadt. Als Höhepunkte der zurückliegenden zwölf Monate nannte Gebietsvertreter Wilhelm Binner die weihnachtliche "Besinnliche Stund'" in Windischeschenbach-Neuhaus, die Jugendleiterschulung des Gauverbands in Tannenlohe bei Falkenberg, die Gebietstrachtenwallfahrt zur Kleinen Kappel und nicht zuletzt die 65-Jahr-Feier der "Haidnaabtaler" in Trabitz.

"Beeindruckend an eurem Fest waren nicht nur das abwechslungsreiche Programm und die tadellose Organisation, sondern auch die große Zahl junger Teilnehmer", lobte Binner. Die "Werdenfelser" in Tirschenreuth besuchte er im Juni zur Gauehrung für Rita Schmidkonz, die dem Verein seit 60 Jahren angehört, und im September zur Gauplattlerprobe. Zu Tanzprobe und Serenade der Windischeschenbacher "Waldnaabtaler" im Juni war auch Binners Können als Musiker gefragt. Erste Vorarbeiten für das Gauverbands-Jugendzeltlager 2016 in Weiden standen ebenfalls an.

Zu absolvieren waren darüber hinaus zahlreiche Termine des Trachtengaues und seiner drei anderen Teilgebiete. Heuer im September reisten Wilhelm Binner und seine Ehefrau Christa zum Münchener Trachten- und Schützenzug am ersten Oktoberfestsonntag: "Wir durften auf der Ehrentribüne Platz nehmen." Der Gau strebe weiterhin an, eine Verbandsabordnung zu diesem Festzug entsenden zu dürfen: "Diesmal war nur eine Gruppe aus Vilseck zugelassen." Kurz darauf nahmen die Binners an der Amberger Landestagung des Bayerischen Trachtenverbands teil, deren Ausrichter der Oberpfälzer Gauverband war.

"Die Veranstaltung wurde allenthalben sehr gelobt", erinnerte sich Wilhelm Binner, und "Haidnaabtaler"-Vizevorsitzender Erich Riedel resümierte: "Die Oberpfalz hat sich dort präsentiert, wie sie ist: natürlich, ehrlich und rau aber herzlich." Gebietsvortänzerin und Dirndlvertreterin Christa Binner erwähnte unter anderem ihren Besuch in Trabitz, wo sie die "Haidnaabtaler" mit einigen neuen Tänzen vertraut machte, und lud zu dem von Rita Schmidkonz für die Winterzeit geplanten Socken- und Strumpfstrickkurs ein, "damit diese Kunst nicht vergessen wird". Interessenten könnten sich bei ihr melden.

Lob sprach Christa Binner dem Gebietsvorplattler Rudolf Bauernfeind aus, der "trotz beruflicher Belastung sein Bestes" gebe. Gebietsjugendleiter Florian Busl berichtete vom gut besuchten Gaujugendtag in Etterzhausen und vom Verbands-Jugendzeltlager in Sindlbach, Gebietskassier Josef Schmidkonz von soliden Finanzen. Bürgermeisterin Carmen Pepiuk würdigte die Arbeit der Trachtenvereine, besonders der "Haidnaabtaler": "Ihr seid Botschafter unserer Gemeinde, die sich freut, dass dank euch nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch mehr Erwachsene die traditionelle Tracht mit Stolz tragen."
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