Ehrung der Sportler im Landkreis Amberg-Sulzbach
Bauchtänzerinnen und Bierfassroller

BLSV-Kreisvorsitzender Thomas Gebele (links) und Landrat Richard Reisinger (Zweiter von rechts) mit den Goldgewinnern (von links) Petra Dietmayr, Jiri Plevka, Josef Schuller, Peter Robeis, Hanns Nägerl, Laura Donhauser, Manuel Weiß, Franziska Trenz, Karl-Heinz Kleibrink, Katrina Heckmann, Dominik Bogensperger und Frieda Holzer. Bilder: Steinbacher (5)

Die Liste ist beeindruckend: Weltmeister, Europameister, deutsche und bayerische Titelträger. Der Landkreis Amberg-Sulzbach zeichnet seine besten Sportler aus. Unter ihnen Ironman-Triathleten, Fußball-Nationalspielerinnen und Weltcup-Skilangläufer. Die Publikumswahl gewinnen aber zwei "Exoten".

Wäre "Wetten, dass..?" nicht schon eingestellt worden, im Landkreis Amberg-Sulzbach gäbe es einen talentierten Moderator: Landrat Richard Reisinger führte bei der Sportlerehrung des Landkreises am Freitag im Schloss Theuern zusammen mit dem BLSV-Kreisvorsitzenden Thomas Gebele als Co-Moderator mit saloppen Sprüchen und unter Einbindung der geehrten Athleten unterhaltsam und humorvoll durch den Abend.

272 Geehrte

Mit Blick auf den voll besetzten Saal mit den vielen Sportler, Bürgermeistern aus den Gemeinden und Kreisräten sagte der Landrat: "Wir müssen es heuer ein bisserl langweiliger gestalten, damit nicht noch mehr kommen." Insgesamt wurden 272 Athleten mit Bronze, Silber und Gold ausgezeichnet. Wegen der Grippewelle, aber auch wegen zahlreicher Wettkämpfe am Wochenende, fehlte ein beträchtlicher Teil der Geehrten, was manche anwesenden Medaillenempfänger mit launigen Sprüchen wieder wettmachten.

Auf die Frage an den "Medaillen-Einsammler" des SC Monte Kaolino, ob er denn noch wisse, wem er welche Plakette geben müsse, meinte dieser trocken: "Die behalte ich alle selber und schmelze sie ein." Im Hinblick auf die überaus zahlreichen Auszeichnungen diverser Schützen konnte sich Landrat Richard Reisinger des Eindrucks nicht erwehren, "in einem schießwütigen Landkreis zu leben". Im Kontrast zu den schwerwiegenden männlichen Wortführern auf der Bühne stand das Unterhaltungsprogramm der ausschließlich weiblichen, sich mit Musik bewegenden Akteurinnen.

Fotos: Wolfgang Steinbach

Den Auftakt machten die Cheerleader des Judovereins Sulzbach-Rosenberg. Auf die Frage, wie es zum Zusammenspiel zweier so unterschiedlicher Abteilungen kam, erklärte Vorsitzender Gerald Schart: "Wir haben sehr viele Mädchen in unseren Reihen und aufgrund der Nachfrage wurde diese Formation gegründet." Mit viel Begeisterung waren die zum Teil sehr jungen Tänzerinnen dabei und zeigten ansprechende Choreographien, akrobatische Hebefiguren und lockerten damit nach der Bekanntgabe der Bronzepreisträger die Veranstaltung auf.

So wie die Ehrungen aufsteigend verliehen wurden, nahm sich auch das Unterhaltungsprogramm aus. Die Damen der Gymnastikgruppe Ebermannsdorf bearbeiteten rhythmisch ihre Gymnastikbälle mit Trommelschlägern und die fantasievolle, ungewöhnliche Darbietung machte nicht nur den Trommlerinnen, sondern auch dem Publikum nach der zweiten langen Verleihungsrunde sichtlich Spaß.

Das runde Metall in der Hand haltend las der Landrat den Anwesenden kurz vor, was - von ihm verwechselt - auf den Urkunden stehe, bevor es zum Höhepunkt des Abends kam. Doch zuvor bat Reisinger, wie er sagte, die wohl erotischste Darbietung um ihren Auftritt. Die drei Tänzerinnen der Tribalgruppe "Arcanus" aus Amberg zeigten in aufwendigen bauchfreien Kostümen eine Mischung aus Bauchtanz und anderen Elementen. Es wurden Tablette mit Kerzen auf dem Kopf balanciert und auch ein Säbel kam eindrucksvoll zum Einsatz.

Heckmann und Schuller

Bei der vom Publikum vorgenommenen Wahl der "Sportler des Jahres 2014" gewannen zwei, die eher exotische Sportarten betreiben: Katrina Heckmann, Vize-Europameisterin im Sandski vom SC Monte Kaolino Hirschau, und Josef Schuller von der Bierfassroll-Laufgemeinschaft der Schlossbrauerei Hirschau/Merkl-Bräu Freudenberg. Die zweiten Plätze gingen an Fußballerin Laura Donhauser und den Bankdrücker Hanns Nägerl, vor Kraftsportlerin Petra Dietmayr und dem Extremläufer und -mountainbiker Karl-Heinz Kleibrink.
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