Eifriger Heimatforscher

Unermüdlich ist Jubilar Albert Furtner (rechts) in Sachen Stadtgeschichte aktiv. Beim Geburtstagsbesuch von Bürgermeister Peter Lehr kündigte er eine neue Veröffentlichung an. Diesmal geht es um die Eschenbacher Mühlen. Bild: rn

Der Gratulationsbesuch von Bürgermeister Peter Lehr wurde zur geschichtlichen Plauderrunde: Ein Urgestein der Heimatforschung in der Rußweiherstadt feierte runden Geburtstag. Studiendirektor i. R. Albert Furtner wurde 80 Jahre alt.

Seit Jahrzehnten ist der Jubilar auf der Suche nach Dokumenten und Niederschriften, die Zeugnis geben vom einstigen Leben und Geschehen in Eschenbach. Seine Forschungsergebnisse mündeten in zahlreiche Beiträge für die jährliche Publikation "Heimat Eschenbach" und für Mitgliederversammlungen des Heimatvereins.

Im Jahr 2009 setzte sich Furtner mit der Herausgabe der 540-seitigen Eschenbacher Familien- und Häusergeschichte ein bleibendes Denkmal. 15 Jahre lang war er dafür Dauergast in verschiedenen Archiven der Oberpfalz. Mit wissenschaftlicher Genauigkeit hat er die Geschichte von annähernd 200 Häusern in der Innenstadt im Zeitraum von zirka 1650 bis 1950 erforscht und aufgezeichnet.

Leiter der Jagdhornbläser

Das Engagement des Jubilars beim Heimatverein reicht zurück bis in die 1970er Jahre. Unter anderem war er einige Jahre dessen stellvertretender Chef, von 1975 bis 1982 dann Vorsitzender und danach Ausschussmitglied. Seit 1992 ist er Ehrenbeirat.

Sehr aktiv war Furtner auch bei der Kreisgruppe Eschenbach im Bayerischen Jagdverband (BJV). Nach langjähriger Pause baute er die Jagdhornbläser wieder auf und führte sie als Leiter in 35 Jahren zu großen Erfolgen. Dafür erhielt er vom BJV das Ehrenzeichen "Jagdliches Brauchtum" verliehen. Beim Landeswettbewerb 2004 wurde er mit dem goldenen Bläserabzeichen in der Wertungsklasse ES (Umschalthörner B/Es) ausgezeichnet. Auch auf Landkreisebene fand Albert Furtners Wirken Achtung und Anerkennung: Vor zwei Jahren verlieh ihm der damalige Landrat Simon Wittmann den Kulturpreis.

Studium in München

Während der Geburtstagsplauderei mit Bürgermeister Peter Lehr kündigte der leidenschaftliche Heimatforscher unter anderem eine Veröffentlichung zur Geschichte der Eschenbacher Mühlen an. Er überraschte das Stadtoberhaupt auch mit einzigartigen Dokumenten zur Lokalgeschichte.

Geboren wurde Albert Furtner 1934 in Tegernbach bei Pfaffenhofen an der Ilm. Nach dem Abitur in Dillingen an der Donau studierte er an der TH München Biologie, Chemie und Geografie für das höhere Lehramt. Von 1966 bis zur Versetzung in den Ruhestand unterrichtete er am Gymnasium Eschenbach.

Aus der 1968 mit Christa Winkler geschlossenen Ehe gingen zwei Kinder hervor. Sie reihten sich zusammen mit den drei Enkeln in die Schar der Gratulanten ein. Ehefrau Christa verstarb bereits vor mehreren Jahren.
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