Eigene Schuhe sind die besten

Bürgermeister Rainer Rewitzer hat bis zum Ende der Amtsperiode und darüber hinaus noch einiges vor. Bild: bey

Parteigrenzen spielen für Pleysteins Bürgermeister Rainer Rewitzer (CSU) anscheinend keine Rolle. Auch sonst möchte er Spuren hinterlassen und sich nicht an seinem Vorgänger orientieren. Die richtigen Schuhe dafür hat er.

Der 43-jährige Rewitzer hatte sich seine Kandidatur auch zusammen mit seiner Frau reichlich überlegt. Schließlich soll das Familienleben mit den drei Kindern ja nicht zu kurz kommen. Im NT-Interview spricht der Rathauschef über sein erstes Jahr im Amt und seine Ziele.

Wie groß sind die Fußstapfen Ihres Vorgängers Johann Walbrunn?

Ich trage meine eigenen Schuhe. In diesen habe ich gelernt zu laufen, ohne zu vergessen, woher ich komme. Die Aufgaben meines Amts könnte ich nicht mit voller Kraft ausüben, wenn ich versuchen würde, Vorheriges zu kopieren. Ich halte mich da an das Sprichwort von Wilhelm Busch: "Wer in den Fußstapfen eines anderen wandelt, hinterlässt keine Spuren."

Was wollen Sie anders oder besser machen als er?

Anders oder besser ist nicht der richtige Ausdruck. Johann Walbrunn hat während seiner Amtszeit stets im Sinne der Stadt entschieden. Zusammen mit dem Stadtrat vertrete ich uneingeschränkt und über Parteigrenzen hinweg die Interessen unserer Bevölkerung. Seit 2002 habe ich dies bereits als Teil des Gremiums (Stadtrat) getan. Mein Antrieb ist es, die Entwicklung unserer Stadt langfristig positiv zu beeinflussen. Das Gemeinwohl ist meine oberste Priorität.

Lässt Ihr Terminkalender noch ein Familienleben zu?

Bei Terminüberschneidungen habe ich eine Stellvertretung - diese ist mit Andrea Lang perfekt besetzt. Auch in turbulenten Phasen, wenn ein Termin dem nächsten folgt und ich meine Familie zu wenig sehe: Die Zeit, die wir haben, nutzen und genießen wir. Vor meiner Nominierung haben meine Frau und ich uns intensive Gedanken über die Auswirkungen auf unseren Familienalltag gemacht.

Ohne den uneingeschränkten Rückhalt meiner Familie, insbesondere meiner Frau, hätte ich das Amt eines Bürgermeisters nicht in Erwägung gezogen. Ich kann mich voll auf sie verlassen. Und: Auch ein Bürgermeister hat mal Urlaub.

Würden Sie sich heute wieder zur Wahl stellen?

Natürlich würde ich mich wieder zur Wahl stellen. Es macht mich stolz, für meine Heimatstadt zu arbeiten, Visionen und Ideen zu verwirklichen.

Werden Sie beim nächsten Mal wieder kandidieren?

Ich sehe momentan nichts, was dagegen sprechen würde. Sehen Sie, wenn man sich als Bürgermeisterkandidat in meinem Alter zur Wahl stellt, so macht man dies nicht, um vorübergehend das Amt zu bekleiden. Man übernimmt da Verantwortung für längere Zeit.

Welche Ziele haben Sie bis zum Ende der Amtsperiode?

Bis 2020 werden wir - der Stadtrat und ich - vieles erreicht und begonnen haben. Insbesondere ist es mir wichtig, um den Erhalt unseres Mittelschulstandorts zu kämpfen. Wir wollen den städtischen Haushalt durch die Konsolidierungsphase bringen, gleichzeitig möchte ich die städtische Infrastruktur stärken. Mein Ziel ist es, die städtebauliche Entwicklung einzuleiten, Bau- und Gewerbeflächen anbieten zu können.

So manch Wesentliches wird für die Bevölkerung nicht sofort erkennbar sein, weil es sich um strategische Weichenstellungen für eine positive Zukunft handelt. Insgesamt habe ich ein großes Hauptziel: Die Lebensqualität in unserer schönen Rosenquarzstadt zu bewahren und, soweit möglich, zu steigern - dauerhaft über meine Amtszeit hinaus.

Vollenden Sie bitte den Satz "Ich bin ein guter Bürgermeister, weil..."

"...ich mir meiner Verantwortung bewusst bin und daher dauerhaft mit all meiner Kraft in jeder Situation zum Wohle aller Bürger entscheide und handle."
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