Eigentlich wollten die Mitglieder der Höglinger Feuerwehr einen neuen Vorstand wählen. Der bisherige Vorsitzende Johann Meier hatte sich nicht mehr zur Wahl gestellt. Jedoch mochte niemand für diesen Posten kandieren. Der alte Vorstand bleibt deshalb kommissarisch im Amt. Eine erneute Versammlung muss angesetzt werden.
Keiner will Häuptling machen

(ral) Der Jahreshauptversammlung ging ein Abendessen voraus. Vorsitzender Johann Meier gab in seinem Rechenschaftsbericht die Zahl der Mitglieder mit 196 an, darunter 41 Aktive und 14 Anwärter.

Meier blickte auf zahlreiche Veranstaltungen zurück, an denen die Wehr teilgenommen oder die sie veranstaltet hat. Ein Höhepunkt war das Fischerfest am Tag der deutschen Einheit, das wieder Besucher weit über die Grenzen Höglings hinaus anzog.

17 Einsätze gefahren

Wie Kommandant Siegfried Schlosser berichtete, wurde die Wehr im vergangenen Jahr zu 17 Einsätzen gerufen. Diese teilten sich auf in sieben Brandeinsätze, acht technische Hilfeleistungen und zwei Sicherheitswachen. Schlosser ging auf einige Alarmierungen näher ein. Unter den technischen Hilfeleistungen waren zwei, bei denen es auch Tote zu beklagen gab. Insgesamt wurden 118 Einsatzstunden geleistet.

Die Leistungsprüfung Wasser legten 20 Aktive erfolgreich ab. Des Weiteren besuchten Mitglieder auch überregionale Ausbildungen. Angeschafft wurden gemeinsam mit den Wehren aus Dürnsricht und Wolfring neue Atemschutzgeräte sowie ein Dampfstrahler. Drei Aktive gehören dem Kreiseinsatzstab an. Der Kauf einer Wärmebildkamera wird noch geprüft.

Laut Jugendwart Stefan Brunner rückten drei Nachwuchskräfte in die aktive Wehr auf. Dank fünf Neuaufnahmen hatte die Jugendwehr teilweise 17 Mitglieder, derzeit sind es 14. Diese beteiligten sich an den verschiedenen Übungen und legten die für eine Feuerwehrjugend relevanten Prüfungen mit Erfolg ab.

Bürgermeister Johann Schrott lobte die Arbeit der Höglinger Feuerwehr, vor allem deren hervorragende Jugendarbeit. Hochachtung und Lob zollte er dem gesamten Verein für seinen Einsatz.

Kosten zu hoch angesetzt

Laut Schrott soll ein neues Feuerwehrhaus gebaut werden soll. "Die von der Regierung angenommenen Kosten sind wesentlich zu hoch, weil die auf dem Lande üblichen Hand- und Spanndienste nicht mit eingerechnet worden sind", kritisierte das Gemeindeoberhaupt. Schrott sprach das Grundstücksproblem an. Das Areal müsse finanzierbar sein, dann sollte einem Neubau nichts mehr im Wege stehen. Die Gemeinde werde alles ihr Mögliche tun, um die Maßnahme kostengünstig und effektiv zu realisieren.
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