Ein Achtel für Aussegnungshalle

Die "Buckelpiste" zwischen Kuchenreuth und Löschwitz soll in diesem Jahr saniert werden. Bild: stg

Neubau der Aussegnungshalle, DSL-Ausbau sowie Sanierung von Rathaus und Gemeindeverbindungsstraße Kuchenreuth-Löschwitz. Das Investitionsprogramm der Stadt Kemnath im laufenden Jahr weist einige "dicke Brocken" auf.

Kemnath. (stg) Im Haushalt blieben die Ansätze für die mittlerweile "gestorbene" Sanierung des "Dietl-Anwesens" (wir berichteten). Laut Bürgermeister Werner Nickl fallen hier auf jeden Fall Kosten bei einem möglichen Abriss und einer möglichen Neugestaltung des Platzes an. Insgesamt hat der Vermögensetat ein Volumen von 4,824 Millionen Euro.

Für die Tilgung der laufenden Kredite liegt der Ansatz bei 629 000 Euro. Dem Vermögenshaushalt können nur 350 000 Euro aus dem Verwaltungsetat zugeführt werden. Außerdem werden der Rücklage 246 000 Euro entnommen. Zum Abgleich des Vermögenshaushalts ist eine Kreditaufnahme von 1,8 Millionen Euro notwendig.

Der Ansatz für das Rathaus (Ämtergebäude) liegt bei 400 000 Euro. Für die DSL-Versorgung (schnelles Internet) für weitere Ortsteile sind 1,1 Millionen Euro vorgesehen, an Zuschüssen sind 930 000 Euro eingeplant. Der Ausbau der Straße von Kemnath nach Löschwitz schlägt mit 440 000 Euro zu Buche. Da mit einem Zuschuss von rund 54 Prozent zu rechnen ist, werden 234 000 Euro Einnahmen angesetzt. Der Neubau der Aussegnungshalle, der noch heuer beginnt, verschlingt 600 000 Euro. Weitere 100 000 Euro werden benötigt für die Gestaltung des Umfeldes der Aussegnungshalle und der Friedhofskirche. Für den Friedhof selbst sind Mittel im Investitionsprogramm 2016 bis 2018 vorgesehen.

Programme laufen weiter

Für Spielgeräte und Ausstattung von Spiel- und Bolzplätzen sind erneut 10 000 Euro vorgesehen, für allgemeine Straßenoberflächenbehandlungen 26 000 Euro. Die Dorfplätze in Oberndorf und Kötzersdorf werden für 40 000 Euro beziehungsweise 10 000 Euro neu gestaltet. Für die freiwilligen Leistungen "Energieeinsparförderprogramm" (Pumpen-Austauschprogramm) und "private Wohnungsbauförderung" stellt die Stadt 95 000 Euro in den Haushalt, 60 000 Euro sind es für die Beteiligung am Naturerlebnisbad Immenreuth.

Das ehemalige Brauhausgelände steht nach der Freimachung zum Verkauf: Die Kommune geht davon aus, dass noch 600 000 Euro Einnahmen erzielt werden können. In die Modernisierung der Kläranlage muss in den kommenden Jahren einiges investiert werden. Der für heuer ursprünglich eingeplante Betrag von 300 000 Euro für die Elektro-Steuerung fiel aus dem Zahlenwerk. Da aber die Planungen bereits laufen, wurden dafür und für einen ersten Abschlag 70 000 Euro im Haushalt belassen.

Neben Zuweisungen zu konkreten Fördermaßnahmen sind für die Kommune die Pauschalen für die Finanzierung von Investitions-, Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen von Bedeutung. Die dafür vorgesehene Investitionspauschale steigt leicht und ist mit 110 000 Euro eingeplant. Die vereinnahmten Zinsen aus der Stiftung Veh/Weiß werden der Rücklage zugeführt. Um die Ausgaben der Stiftung im Verwaltungshaushalt finanzieren zu können, ist wiederum eine Rücklagenentnahme in Höhe von 5000 Euro notwendig.
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