Ein Andrang wie noch nie

Eine Klasse für sich: Die Schönseer Sängerinnen. Als Stubenmusik mit Zither, Hackbrett und Gitarre erfreuten sie mit dem "Leonhardi-Menuett". Bild: nid

Beim Marienlob in der Perschener Kirche gab es ein Problem: Der Andrang war so immens, dass viele Besucher keinen Platz bekamen.

Nabburg-Perschen. (nid) Der Oberpfälzer Volksliedkreis (OVK) präsentierte mit seinen Gruppen zum Fest Mariä Himmelfahrt ein Marienlob, das begeisterte und tief beeindruckte.

Schon eine halbe Stunde vor Beginn gingen bereits die Stehplätze nahe an ihre Grenzen. "Habt ihr nicht für diesen 90-jährigen Mann wenigstens einen Platz?", lautete eine Bitte an die Organisatoren. Einige, spontan aus dem nahe liegenden Edelmannshof geholte Bänke wirkten wie ein "Tropfen auf den heißen Stein". Überwältigt von dem starken Interesse an der Veranstaltung zeigte sich der Vorsitzende Leonhard Bayerl. Er setzte das bevorstehende Marienlob einem "Freude bringenden großen Blumenstrauß" gleich und sagte: "So wollen wir mit einem freudigen Herzen singen und musizieren zur Ehre unserer lieben Gottesmutter".

Besucher einbezogen

Die Mitwirkenden warteten mit professionellen Leistungen auf. Abwechslungsreich waren sowohl die Programmfolge wie auch die gesanglichen und instrumentalen Darbietungen der beteiligten Gruppen und Akteure.

Den gesanglichen Reigen begannen die Schönseer Sängerinnen mit "O Maria, wir dich grüßen". Als Stubenmusik mit Zither, Hackbrett und Gitarre erfreuten sie mit dem "Leonhardi-Menuett".

Danach ließen die drei Männerstimmen des "Eisenbarth-Xang" aus Oberviechtach aufhorchen (Begleiter Hans Markl). Sie bezogen später alle Besucher in den Antwortgesang der "Grüssauer Marienrufe" mit ein. Die Geschwister Winterer mit Robert Merkl zogen die Zuhörer mit den Liedern "Lobpreis sei dir o Maria" wie auch mit "Nimm o Mutter aller Gnaden" in ihren Bann.

"Fröhlich mit Ausdruck" lautete eines der Instrumentalstücke, mit welchen Magdalena Duschner aus Guteneck auf ihrer Harfe erfreute. Weitere gelungene Gesangsvariationen boten sich den Zuhörern durch das Duo Niederalt etwa mit dem Lied "Maria ging in' Garten" sowie dem "Güldenen Rosenkranz", den die Schönseer Sängerinnen und der "Eisenbarth-Xang" gemeinsam sangen. Vor dem Abschlusslied erinnerte Kirchenpfleger Hans Pamler an die Anfänge des Mariensingens durch den damaligen Vorsitzenden Otto Peisl. Er dankte den Mitwirkenden und Organisatoren, dass sie diese Tradition in Perschen fortsetzen.

Spende für die Kirche

Langanhaltender Applaus war der Lohn für die zu Herzen gehenden Beiträge. Pamler dankte auch dafür, dass der OVK den Reinerlös für die Kirche in Perschen spendet.
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