Ein Blick zurück

Bereits bei der Wiederbelebung der Allerseelenschiffchen legte der Kulturverein Schmidmühlen großen Wert darauf, dass dieser Brauch einhergeht mit dem christlichen Gedenken, so wie es früher war. So wurde einst in der Allerseelen-Woche jeden Tag in der Friedhofkirche ein Rosenkranz gebetet. Dabei brannten stets kleine Kerzen und Wachsstöcke. Nach den Rosenkränzen nahmen einige Kinder - vor allem waren es Buben - die brennenden Kerzen mit aus der Kirche, setzten sie auf kleine Rindenschiffchen oder Bretter und ließen sie auf der Lauterach bis zum Hammer schwimmen. Dies geschah vereinzelt an jedem Tag. An Allerseelen schickten dann nach dem Rosenkranz aber alle Kindern die Schiffchen mit Kerzen auf die Reise. Überhaupt gab es in Schmidmühlen ein vielfältiges Allerseelenbrauchtum, so auch das Betteln oder das Backen der Spitzel. Mit dem Zweiten Weltkrieg kam das Aus für diesen alten Brauch. Aus Angst vor Luftangriffen hatten die Machthaber offenes Licht verboten. (pop)
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