Ein Denkmal für den Hias
Kurz notiert

Wenn die Nähmaschine klemmte, war Hedwig gefragt. Dieser Name geriet ebenso zum Kult wie die Kugel, die so rund und so schön ist. Bis nach Bruck wurden musikalische Ausflüge unternommen und das Naabecker Bier erhielt Denkmäler gesetzt, dass man daraus einen ganzen Erinnerungspark hätte bestücken können.

Und nun? Keine defekte Nähmaschine mehr, aus der runden Kugel ist irgendwie die Luft entwichen und die "Blauen Berge" sind zur öden Landschaft verkommen. Denn die Ziehharmonika des Moser Hias schweigt. Kein Auftritt beim Vatertagsfest in Naabeck, gestrichen auch das legendäre Frühschoppenkonzert im Volksfestzelt. Welch ein Verlust! Die legendäre Band, so muss man befürchten, hat endgültig Abschied genommen von den Bühnen dieser Schwandorfer Welt.

Droben in Weiden und drüben in Amberg kannte den Moser Hias (der ja eigentlich "Kurt" mit Vornamen heißt) so gut wie keiner. Doch im weiten Kreis um seine Gärtnerei im Schwandorfer Stadtosten hat es der fidele Kapellmeister samt seinem Strohhut und musikalischen Begleitern zu einem Ruf gebracht, der jedes Jahr mehrere Tausend Leute ins Bierzelt auf dem Krondorfer Anger lockte.

Servus, Moser Hias! Schön war's und schräg. Mit der Hedwig, der runden Kugel und all den anderen Gassenhauern, die dröhnend ins Publikum geschmettert wurden. In ein paar Jahren werden manche in Schwandorf zu ihren Kindern sagen: "So urig wie beim Moser Hias wird's nie mehr." Und hinzufügen: "Da habt's wirklich etwas verpasst!"



Polizeibericht

Schwerverletzter liegt auf Sitzbank

Schwandorf. Ein 19-jähriger Schwerverletzter lag der Polizei zufolge am Samstag um 0.20 Uhr auf einer Bank am Fußweg an der Naab zum Volksfestplatz. Nach einer Versorgung durch Sanitäter der Volksfestwache und Notarzt kam er ins Krankenhaus. Zunächst war nicht klar, ob die Verletzungen von einem Sturz herrührten. Ermittlungen ergaben, dass er kurz vor der Naabbrücke zusammengeschlagen wurde. Offensichtlich kam es zu einer Schlägerei zwischen Volksfestbesuchern. Hinweise erbittet die PI Schwandorf. Bis auf diesen Vorfall und einige Scharmützel blieb es auf dem Festplatz bisher ruhig. Die Polizei führt dies auf die hohe Präsenz von Ordnungsdiensten und Polizisten zurück. Erschreckend stellt sich für die Beamten der Trunkenheitsgrad von überwiegend jungen Volkfestbesuchern dar.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7908)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.