Ein Egeter-Kopfball beschert den Schwarz-Blauen einen 1:0-Sieg über den SC Eltersdorf - Fünfter ...
SpVgg SV schlägt den Angstgegner

Weiden. Auch der vermeintliche Angstgegner konnte die Siegesserie der SpVgg SV Weiden in der Fußball-Bayernliga Nord nicht stoppen: Die Schwarz-Blauen bezwangen am Freitagabend den SC Eltersdorf knapp, aber verdient mit 1:0 (0:0). Das Tor des Tages von Ralph Egeter in der 58. Minute bescherte der Wasserwerkelf nicht nur den fünften Sieg in Folge, sondern auch den ersten Dreier gegen den SC Eltersdorf nach zuletzt vier Niederlagen.

Wie eine Woche zuvor, als die Max-Reger-Städter mit dem gleichen Ergebnis beim SV Erlenbach erfolgreich waren, führte erneut eine Standardsituation von Matthias Heckenberger zum Siegtreffer. Bei dessen scharf getretener Ecke stieg Egeter am höchsten, der Ball schlug unhaltbar für SC-Keeper Rainer Hausner unter der Latte ein. Bis der Dreier unter Dach und Fach war, musste die Elf von Trainer Tomas Galasek aber hart arbeiten, um die lauf- und zweikampfstarken Mittelfranken in die Knie zu zwingen. Ausschlaggebend waren eine deutliche Steigerung nach der Pause sowie der immense Siegeswille der Gastgeber. "Die Mannschaft hat sich heute ein großes Kompliment verdient", sagte Galasek. "In der ersten Hälfte haben wir viele Zweikämpfe verloren, nach dem Wechsel waren wir viel besser. Wir sind sehr glücklich über diesen Sieg."

In Durchgang eins gab in der Tat der Gast eindeutig den Ton an. Es war dem Tabellenelften anzumerken, dass er endlich den ersten Auswärtsdreier einfahren wollte. Durch laufintensives Pressing wurde Weiden bereits früh unter Druck gesetzt. Der Gastgeber kam überhaupt nicht ins Spiel. Eltersdorf erarbeitete sich immer wieder über die starke linke Seite Gelegenheiten und hätte bei Großchancen von Patrick Hagen (3. und 6. Minute) in Führung gehen können. Dazu traf Bastian Herzner in der 20. Minute nur den Pfosten. "Wir haben eine tolle erste Halbzeit gespielt", meinte SC-Trainer Hendrik Baumgart und haderte mit den vergeben Chancen: "Bei einer Führung hätten wir alle Optionen gehabt. Aber das Jammern bringt nichts. Fußball ist nun mal ein Ergebnisspiel."

Chancen im Minutentakt

Nach dem Wechsel übernahm die Galasek-Elf das Kommando. Merklich besser eingestellt auf das Pressing, wurden nun immer mehr spielerische Lösungen gefunden und man schnürte den Gast in dessen Hälfte ein. Es eröffneten sich Chancen fast im Minutentakt. Egeter hätte gleich nach Wiederbeginn zwei Mal für das 1:0 sorgen können, genauso wie der erneut starke Thomas Wildenauer: Der Kapitän zielte aus kurzer Entfernung über den Kasten (56.). Nur zwei Minuten später war es aber so weit: Egeter wuchtete per Kopf einen Heckenberger-Eckball ins Netz. "Wir hatten am Anfang ein bisschen Glück", gab Egeter zu. "Aber dann hätten wir das 2:0 machen müssen, wenn wir unsere Konter besser ausspielen." Das fand auch Galasek: "Daran müssen wir noch arbeiten."

Eltersdorf merkte man nach dem Rückstand das kräfteraubende Spiel der ersten 45 Minuten an. Weiden blieb am Drücker. Einziges Manko war die Chancenverwertung. Josef Rodler alleine vor dem Tor und Wildenauer hatten die Entscheidung auf dem Fuß. Dass es nach der Gelb-Roten Karte gegen Rodler in der 83. Minute nicht mehr spannend wurde, war dem cleveren Abwehrverhalten der Schwarz-Blauen geschuldet.
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