Ein Fenster für die Ewigkeit

Dr. Sebastian Karnatz äußerte als Kurator in seinen Worten Dank und Freude: Im Maximilian-Kolbe-Haus wurde nun das fertige Glasfenster für das entstehende Burg-Erlebnismuseum auf der hohenzollerischen Cadolzburg bei Nürnberg übergeben.

Dr. Karnatz von der Museumsabteilung in Schloss Nymphenburg nahm das von 22 Jugendlichen im Rahmen eines mehrwöchigen Seminarprojekts gefertigte Fenster für die herrschaftliche Kapelle der Cadolzburg in Empfang. Im Februar und nun im April waren die jungen Frauen und Männer mit dem Leiter der Jugendbauhütte Regensburg, Christoph Bücker in das Jugendhaus Maximilian Kolbe eingezogen, um den preisgekrönten Entwurf ihres "Kollegen" Jacob Dillinger (wir berichteten) in die Wirklichkeit umzusetzen.

Das mit farbigem Lamberts-Glas gefertigte, bleiverglaste Fenster in einem Eisenrahmen soll später im Kapellenraum der Cadolzburg den Besuchern einen Eindruck davon vermitteln, wie es dort einst gewirkt haben könnte.

Chance für Kreativität

Das Fenster ist gewollt nicht an historische Vorbilder angelehnt. Es sollte vielmehr bewusst modern ausgeführt sein, damit sich den Jugendlichen die Chance bot sich kreativ und gestalterisch zu betätigen. Darauf wies Christoph Bücker noch einmal kurz auf das von der "Deutschen Stiftung Denkmalschutz" unter Betreuung der internationalen Jugendgemeinschaftsdienste ( ijgd) ermöglichte Freiwillige Soziale Jahr in der Denkmalpflege hin. Daran sind rund 300 Jugendliche im Jahr beteiligt, während in den verschiedenen anderen Bereichen die Zahl 35 000 erreicht würde.

Meyer mit Goldenem Buch

Zu dem festlichen Abend im geschmackvoll dekorierten Aufenthaltsraum des Jugendhauses war auch Bürgermeister Klaus Meyer gekommen und hatte - wie versprochen, das Goldene Buch der Marktgemeinde mitgebracht.

Zuvor aber zeigte sich das Gemeindeoberhaupt beeindruckt vom "einmaligen Projekt im Kolbe-Haus" bei dem mit einem bleibenden Kunstwerk "Geschichte geschaffen wurde". Viele Menschen würden später das Fenster bewundern, das in Wernersreuth im Jugendhaus entstanden ist.

Notiz auf Klopapierrolle

Die Sprecher der Seminarteilnehmer blicken mit launigen Worten - notiert auf einer Klopapierrolle zurück auf die gemeinsame Arbeit. Sie hatten für den Bürgermeister und die Vertreter der Firma Lamberts kleine bleigefasste Glastafeln mit ihrem Dank für die Unterstützung. Eine solche Tafel erhielt auch der Kurator des Projekts, Dr. Sebastian Karnatz, der sich seinerseits für das Engagement der Teilnehmer bedankte, für ein Fenster "das für Vergangenheit und Zukunft steht und ein Werk für die Ewigkeit ist". Ganz besonders wandte er sich an den Schöpfer des Entwurfs, Jacob Dillinger und die Glasfachleute Annika Esser und Gerhard Winkler von der Firma Rothkegel.

Jacob Dillinger schloss sein kurzes Dankeschön mit den Worten: "Es war eine Freude, Teil einer so wunderbaren Truppe zu sein."
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