Ein Gegner im Umbruch

Die Auerbacher Tobias Wannenmacher (links, blaues Trikot) und Felix Müller (Nummer 34) zeigen ordentlich Einsatz. Der dürfte auch am Sonntag gegen Leipzig gefragt sein. Bild: Ziegler

Nach der kurzen Pause über Allerheiligen treten die Handballer des SV 08 Auerbach am zehnten Spieltag erneut in fremder Halle an. Mit einem Erfolg beim aktuellen Tabellen-Elften SG LVB Leipzig könnte die Wannenmacher-Sieben den zuletzt in Fürstenfeldbruck errungenen Sieg vergolden

Auerbach. (haw) Gespielt wird am Sonntag (16 Uhr) in Markranstädt, einer Kleinstadt mit knapp 15 000 Einwohnern etwa 10 Kilometer südwestlich von Leipzig Das 2007 neu eröffnete Sportcenter ist die größte Ballsporthalle im Landkreis Leipzig und beherbergt seit einiger Zeit auch die Drittliga-Heimspiele der SG LVB Leipzig. Die "Straßenbahner" waren dabei in der Vergangenheit in der Lage, die Halle in eine Festung zu verwandeln. Dass sie lange Zeit keinen einzigen Heimpunkt abgaben, war wohl einer der Gründe für den hervorragenden dritten Tabellenplatz der letzten Saison.

Auch deshalb ist es für viele überraschend, dass man die Sachsen in der aktuellen Runde bisher eher am unteren Ende der Tabelle findet. Erst durch den am vergangenen Wochenende errungenen ersten Heimsieg (31:25) im Nachholspiel gegen den HSC Bad Neustadt kletterten sie auf Rang 11 in die direkte Nachbarschaft des SV 08 Auerbach. "Ich denke nicht, dass Leipzig ein Team ist, das mit dem Abstieg etwas zu tun haben wird", warnte somit auch Tobias Wannenmacher davor, den kommenden Gegner in irgendeiner Form zu unterschätzen. "Die SG hatte zwar einige wichtige Abgänge zu verkraften, hat diese aber mit ein, zwei erfahrenen und etlichen guten jungen Spielern aus der A-Jugend-Bundesliga kompensiert."

Damit sprach er den Umbruch bei den "Straßenbahnern" an, der am Ende der vergangenen Saison stattgefunden hat. So verließ nach vielen Jahren als Spieler, Co- und Cheftrainer Torsten Löther den Verein und übergab die Kommandobrücke an Nils Kühr (38). Der Diplom-Sportwissenschaftler musste mit ansehen, wie weitere wichtige Kräfte den Verein verließen. Neben einigen Neuzugängen profitiert der Klub auch vom Höhenflug des zweiten Leipziger Teams, dem Erstligisten SC DHfK Leipzig. Der Bundesligist benötigte einen Partner für seine Nachwuchsspieler und da erwies sich die Kooperation mit dem Drittligisten als äußerst sinnvolle Lösung.

Die meiste Torgefahr jedoch geht von den übrig gebliebenen Stammkräften aus. Die ehemaligen Jugend-Nationalspieler Georg Eulitz auf Rechtsaußen und Sascha Meiner auf der gegenüberliegenden Seite bilden dabei eine torgefährliche Zange, während David Heinig im linken und Steve Baumgärtel im rechten Rückraum die Abwehr des Gegners stets unter Druck setzen. "Ich erwarte ein Spiel zweier Teams auf Augenhöhe. Allerdings müssen wir schon ähnlich auftreten, wie vor zwei Wochen", erhofft sich SV-08-Trainer Wannenmacher eine ähnlich konzentrierte Leistung wie zuletzt in Fürstenfeldbruck.

Aufstellung: Bayerschmidt, Goebel, Weiss, Neuß, Lux, Wannenmacher, Laugner, Herold, Büttner, Schramm, Müller, Wolf, Schöttner
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