Ein Hoch aufs Dieselross

Das Taxi für die Enkelkinder ist nicht nur ungewöhnlich, es ist vor allem hübsch alt: Der Fendt-Bulldog von Landwirt Josef Schwab ist aus dem Jahr 1942. Bild: ils

1942 ist das Jahr, in dem Größen wie Boxer Muhammad Ali, Schauspielerin Heidi Brühl oder "Beatles"-Sänger Paul McCartney das Licht der Welt erblickten. Und dann ist da noch dieses Fendt Dieselross mit dem gleichen Baujahr - für Josef Schwab der eigentliche Star.

(ils/mte) Ja, so etwas gibt es: Ein Gefährt, das durch keinen TÜV muss, keine Nummerntafel braucht. Josef Schwab besitzt es. Es handelt sich um einen Bulldog, ein Fendt Dieselross, Baujahr 1942, das seit nunmehr 73 Jahren von einem Wasserverdampfer angetrieben wird. Zur Brauchtumspflege ist das 16 PS starke Hobby des Wendersreuther in der Betriebshaftpflicht integriert.

Schnittig steht der Traktor da, der die Straßen mit maximal sechs Sachen beackert. Aber dieses Aussehen hat mächtig Arbeit gekostet. 200 Stunden steckten Schwab und seine Tochter Barbara in die Restaurierung des Dieselrosses, das sie vollständig zerlegt hatten. Waren Ersatzteile nötig, fräste oder drehte sie die Tochter. Als Metallbaumeisterin bei der Firma Meierhöfer in Erbendorf bringt sie das entsprechende Know-how mit. Nun steht der 73 Jahre alte Fendt gut da. Entsprechend gern fährt Schwab damit auf Oldtimertreffen etwa in Lerau, Hohenthan bei Bärnau oder in Wurz und Mantel.

Doch nicht nur ihm bereitet der Oldtimer Freude: Auch die Enkelkinder Timo, Alina, Maximilian, Luis und Leon fahren auf das alte Dieselross ab, seit Schwab für sie einen verkehrssicheren Anhänger aus Lerchenholz gebaut hat, auf dem er sie durch den Ort chauffiert. Trittbrettfahrer waren da nicht weit: Die Neustädter Trachtenkindergruppe winkt bei Festzügen auch vom Anhänger.
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